"Müssen alles zur Freilassung unternehmen"

7. August 2001, 15:29
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Botschafter Prosl besuchte die inhaftierten Frauen der VolxtheaterKarawane

Rom/Voghera - Der amtierende Generalsekretär im Außenministerium und Leiter der Konsularsektion, Botschafter Christian Prosl, hat am Dienstag die Aktivistinnen der "VolxTheaterKarawane" in der Strafanstalt der lombardischen Stadt Voghera besucht. "Den Frauen geht es den Umständen entsprechend gut. Sie haben für das Interesse gedankt, das ihnen in Österreich entgegen gebracht wird. Sie haben jedoch unterstrichen, dass in ihrer Situation auch Personen anderer Staatsangehörigkeit sind, die zur 'VolxTheaterKarawane' gehören", sagte Prosl.

16 der insgesamt 25 Aktivisten der Theatergruppe, die am 21. Juli festgenommen worden waren, sind Österreicher. Die anderen sind zwei Deutsche, drei US-Bürger, zwei Slowaken, eine Schwedin und ein Australier. Prosl betonte, die Aktivistinnen wollen sich noch Zeit nehmen, um zu überlegen, ob sie gegen die italienische Polizei Klage wegen sexueller Belästigung bei der Festnahme einreichen wollen. Sie haben insgesamt drei Monate Zeit, um diese Klage einzureichen.

Ab Dienstag konnten sich die Aktivisten auch telefonisch mit ihren Familienangehörigen in Kontakt setzen. Die Inhaftierten durften eine Liste von Telefonnummern an die Gefängnisverwaltung weitergegeben, die sie anrufen möchten. Die Erlaubnis zum Telefonieren wurde von den Justizbehörden von Genua gegeben, die die Untersuchung gegen die 'VolxTheaterKarawane' führen.

"Die Stimmung ist hoffnungsvoll, wir müssen aber weiterhin alles Mögliche unternehmen, damit die Aktivisten wieder freigelassen werden", so Prosl, der noch am Dienstag Nachmittag oder Abend die männlichen Mitglieder der "VolxTheaterKarawane" in der Strafanstalt von Alessandria besuchen wird. Er plant auch ein Treffen mit dem italienischen Rechtsanwalt der Theatergruppe, Andrea Sandra. (APA)

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