"Telekom Austria ist marktbeherrschend"

7. August 2001, 16:16
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Telekom Control Kommission zieht Bilanz der österreichischen Telekom-Branche

Auf dem österreichischen Telekom-Markt ist allein die Telekom Austria (TA) marktbeherrschend. Aufatmen können hingegen die Mobilfunkbetreiber. Weder für die Mobilkom Austria noch für max.mobil wurde - entgegen den Erwartungen einiger Branchenkenner - eine marktbeherrschende Stellung festgestellt. Zu diesem - in der Branche mit Spannung erwarteten - Ergebnis kommt die der Rundfunk- und Telekom Regulierungsbehörde RTR übergeordnete Telekom Control Kommission.

TA marktbeherrschend

Die Telekom Austria, die auch bisher marktbeherrschend war, sei auf dem Markt für das Erbringen des öffentlichen Sprachtelefondienstes im Festnetz, auf dem Markt für das Erbringen des öffentlichen Mietleistungsdienstes im Festnetz sowie auf dem Zusammenschaltungsmarkt marktbeherrschend, stellte die Telekom Control Kommission mit erst jetzt bekannt gewordenem Bescheid vom 18. Juni 2001 zur Frage der Marktbeherrschung fest.

"Kostenorientierte Endkundentarife und Zusammenschaltungstarife Ein Unternehmen gilt u.a. ab einem Marktanteil von 25 Prozent als marktbeherrschend, weitere Kriterien sind die Kontrolle über den Zugang zu Endbenutzern, der Zugang zu Finanzmitteln und die Erfahrung zur Bereitstellung von Produkten und Diensten. Marktbeherrschende Unternehmen müssen u.a. kostenorientierte Endkundentarife und Zusammenschaltungstarife anbieten, dürfen Mitbewerber nicht diskriminieren und die einzelnen angebotenen Telekom-Dienste nicht quersubventionieren.

A1 vor max.mobil

Laut einer Studie von Mobile Communications (Stand Juni 2001) hat die Mobilkom Austria - berechnet nach Handykunden - 43 Prozent Marktanteil, max.mobil kommt auf rund 35 Prozent, One auf 19 Prozent und tele.ring auf 3 Prozent.

Österreichs Mobilfunkmarkt "wettbewerbsintensiv"

Die Mobilkom Austria und max.mobil seien von der Telekom Control Kommission bei der jährlichen Prüfung der Marktbeherrschung als nicht marktbeherrschend eingestuft worden, da es auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt "einigen Wettbewerb" gebe, begründete der Geschäftsführer der Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH für den Fachbereich Telekom, Heinrich Otruba, die Entscheidung der Telekom Control Kommission.

Ein Unternehmen sei u.a. nur dann als marktbeherrschend einzustufen, wenn es "keinem oder nur unwesentlichem Wettbewerb" ausgesetzt sei, so Otruba. Allein am Werbeaufwand und an den Tarifkämpfen lasse sich am österreichischen Mobilfunkmarkt sehr viel Wettbewerb feststellen. (APA)

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