Das Ende der CD?

7. August 2001, 14:55
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Münzgroße Digital Media-Disc mit integriertem Urheberschutz setzt zum Überholmanöver an

InterTrust und DataPlay wollen die CD durch ein kleineres Medium mit integrierten Urheberschutz ersetzen. Dazu soll ein Speicherformat mit Digital Right Management (DRM) auf der Basis der DataPlay Digital Media-Disc geschaffen werden. Der münzgroße Speicher hat eine Kapazität von elf Stunden oder 500 MB. Die beiden US-Unternehmen planen sowohl unbespielte als auch bespielte Mini-Discs auf den Markt zu bringen.

Kopierschutz soll Erfolg bringen

"Ein Standard für tragbare kopiergeschütze Medien ist die Voraussetzung für den Ersatz der CD", erklärt Talal Shamoon, Vice President bei InterTrust. "Gleichzeitig ist ein durchgehender Kopierschutz für alle zukünftigen Medien der einzige Weg, Musikpiraterie zu stoppen." Zur Unterstützung der DataPlay-Plattform hat InterTrust eine eigene Version seiner DRM-Lösung Rights System für tragbare Geräte entwickelt. Rights PD wird durch einen eigenen "Packager" für das Überspielen von Content in ein sicheres Format ergänzt. Daneben adaptiert InterTrust sein PC-Plug-in, damit von DataPlay Digital Media importierte Files am PC abgespielt werden können. Das System wird durch den InterTrust Rights System-Server ergänzt, über den geschützte Inhalte auf dem Trägermedium aktiviert werden können.

Ein Rohling zwischen fünf und zehn Dollar

Nach Angaben von InterTrust kann der Benutzer mit der Lösung Musiktitel, Multimedia-Content oder Daten auf seinen Desktop und seine tragbaren Geräte, wie MP3-Player, überspielen. DataPlay will die Digital Media-Disc im Herbst auf den Markt bringen. Die Rohlinge sollen in den USA zwischen fünf und zehn Dollar kosten. EMI, Universal und BMG wollen die Technologie für den Verkauf ihrer Musiktitel benutzen. Geräte, die mit dem Format kompatibel sind, sollen unter anderem von Sony, Samsung und SonicBlue erzeugt werden. (pte)

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