Bankkonkurse in Österreich seit 1976

7. August 2001, 18:34
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Bei der General Commerce Bank mit Sitz in Wien, der früheren WMP Bank, handelt es sich bei weitem nicht um die einzige Bank-Insolvenz in Österreich, so der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) am Dienstag. Bereits in der Zwischenkriegszeit (konkret: 1927 bis 1937) seien nicht weniger als 62 Konkursfälle im österreichischen Kreditwesen zu verzeichnen gewesen. Aber auch in der Nachkriegszeit gab es laut KSV etliche Zusammenbrüche von Kreditinstituten.

Allgemeine Wirtschaftsbank AG, Wien Ausgleichseröffnung: 25.11.1974, Anschlusskonkurs-Eröffnung: 21.3.1975, Konkursaufhebung: 8.8.1989; Verfahrensdauer: 13,5 Jahre Passiva: 653,8 Mill. S Konkursquote: 26,7 Prozent

Continentale Bank AG, Wien Konkurseröffnung: 21.1.1975, Konkursaufhebung: 11.12.1987, Verfahrensdauer: 13 Jahre Passiva: 131 Mill. S Konkursquote: 37,5 Prozent

ATS-Bank für Teilzahlungskredite GmbH, Graz Konkurseröffnung: 16.5.1977, Konkursaufhebung: 17.5.1986 Verfahrensdauer: 9 Jahre, Passiva: 145 Mill. S Konkursquote: 26,5 Prozent

Bank für Handel und Industrie AG (BHI), Graz Konkurseröffnung: 17.3.1995 Passiva: 2,6 Mrd. S, Aktiva laut Status 1,9 Mrd. S Schon ausgeschüttet 77,5 Prozent, erwartete Quote 80 Prozent Konkurs noch anhängig

Riegerbank AG, Wien Konkurseröffnung: 27.10.1998 Passiva: 1,017 Mrd. S, Aktiva: 90,3 Mill. S laut Konkursstatus Bisher ausgeschüttet 4,4 Prozent, erwartete Quote ca. 20 Prozent Konkurs noch anhängig

Diskont Bank AG, Wien Konkurseröffnung: 1.12.1998 Passiva: 1,227 Mrd. S, Aktiva: 1,056 Mrd. S laut Konkursstatus Schon ausgeschüttet 65 Prozent, erwartete Quote ca. 70 Prozent Konkurs noch anhängig

Trigon Bank AG, Wien Konkurseröffnung: 15.2.2001 Passiva: 900 Mill. S Ausschüttung noch ungewiss, mögliche Quote 50 Prozent Konkurs noch anhängig

General Commerce Bank AG (ehemals WMP Bank AG), Wien Konkurseröffnung: 6.8.2001

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