IBM will Computernutzung zur Grundversorgung machen

7. August 2001, 14:10
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Server-Farmen sollen Unternehmen und Wissenschaftlern Kapazitäten zur Verfügung stellen - Mit Open-Source-Software "Globus"

Die Computernutzung soll nach den Vorstellungen von IBM in Zukunft zu einer Grundversorgung wie Wasser und Strom werden. Anstatt selbst umfangreiche Computerzentren aufzubauen, sollen Wissenschaftler und Unternehmen die jeweils benötigten Rechenkapazitäten von riesigen Server-Farmen beziehen, die ihre Leistung wie Stromkraftwerke zur Verfügung zu stellen. Zum Aufbau dieses Projekts will IBM weltweit vier Milliarden Dollar (4,54 Mrd. Euro/62,5 Mrd. S) investieren, wie der für Server zuständige IBM-Manager Irving Wladawsky-Berger mitteilte.

"Sie werden Computerleistung und Speicherkapazität bekommen"

"Sie werden Computerleistung und Speicherkapazität bekommen - nicht von Ihrem eigenen Computer, sondern über das Internet", sagte Wladawsky-Berger, der auch die Linux-Projekte von IBM leitet. "Sie bezahlen für das, was Sie nutzen - fast genauso wie beim elektrischen Strom."

Große Pläne

Dabei wird die Technik des verteilten Rechnens eingesetzt, mit der mehrere Computer für die Bearbeitung einer einzelnen Aufgabe eingesetzt werden können. Mit der Verbindung hunderttausender Computer ergäben sich ganz neue Möglichkeiten für Krebsforschung, Wettervorhersage oder die Erschließung von Rohstoffvorkommen, sagte der IBM-Manager. Um das verteilte Rechnen soll sich eine Open-Source-Software namens Globus kümmern, die von Wissenschaftlern des US-Energieministeriums und der University of Southern California (USC) entwickelt wurde. (APA/AP)

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