Skepsis: Großer Infrastrukturaufwand auf dem Land

7. August 2001, 13:10
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Forrester-Studie sieht "technische und preisliche Unzulänglichkeiten"

Internet aus der Steckdose: Stromversorger glauben daran, es gibt allerdings auch Zweifel. Im Frühjahr zog sich Siemens überraschend aus der Entwicklung zurück, was als deutlichster Hinweis dafür gewertet wird, dass andere Internetanbindungen wie ADSL oder Kabel sinnvoller sind. "Technische und preisliche Unzulänglichkeiten", sekundierte vor kurzem eine Studie von Marktforscher Forrester, würden "den schnellen Erfolg verhindern". Gegenüber der DSL-Technik (beschleunigtes Internet via Telefonleitung) würde Internet aus der Steckdose unterliegen.

"Ich glaube nicht, dass Powerline funktionieren wird", sagt auch Michael Vesely, heimischer Geschäftsführer des internationalen Internetproviders Nextra. Abgesehen von technischen Fragen sehe er dafür einen einfachen wirtschaftlichen Grund: In den Städten gibt es für Breitband etablierte reife Technologien, die Powerline keine Chance geben. Und wo Breitband fehlt, auf dem Land, erfordert auch Powerline einen großen Infrastrukturaufwand. Denn jede Trafostation muss mit Glasfaser ans Netz angeschlossen werden, ehe die gewöhnliche Stromleitung die letzten Meter überbrücken kann. (red/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7. August 2001)

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