Montesinos will Schwarzgeld zurückgeben

8. August 2001, 11:21
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Peruanischer Ex- Geheimdienstchef stellt dafür aber Bedingungen

Lima - Der frühere peruanische Geheimdienstchef Vladimiro Montesinos hat laut einem Pressebericht der Justiz 100 Millionen Dollar (113,6 Mill. Euro/1,56 Mrd. S) für die Verlegung in ein anderes Gefängnis angeboten. Montesinos wolle die Summe, die er auf Konten im Ausland beiseite geschafft hatte, zurückgeben, berichtete die Zeitungh "La República" (Montagsausgabe).

Demnach gestand der engste Berater des gestürzten Präsidenten Alberto Fujimori, dass es sich bei dem im Namen seiner Frau und seiner Tochter deponierten Millionensummen nicht um sein Privatvermögen handelt. Als weitere Bedingung für die Rückgabe des Geldes verlangt Montesinos laut dem Bericht, dass seine Tochter und seine Frau nicht gerichtlich belangt werden. Die Justiz bestätigte den Bericht zunächst nicht.

Montesinos war nach monatelanger internationaler Fahndung im Juni in Venezuela gefasst worden. Zurzeit sitzt er in einem Hochsicherheitsgefängnis, in dem auch der Gründer der Guerillaorganisation Leuchtender Pfad, Abimael Guzmán, seine Strafe verbüßt. Gegen Montesinos sind 52 Verfahren anhängig. Ihm werden unter anderem Menschenrechtsverletzungen, Waffenschmuggel, Geldwäsche, Drogenhandel und Bestechung vorgeworfen. Montesinos steht im Mittelpunkt eines Bestechungsskandals, über den Fujimori im vergangenen Jahr stürzte. (APA)

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