Mehrheit der Österreicher freut sich auf den Euro

7. August 2001, 12:08
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Umfrage des Klagenfurter Humaninstitutes zeigt: Österreicher haben keine Angst vor der neuen Währung

Klagenfurt - Die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung steht der Euro-Einführung "neutral bis positiv" gegenüber. Dies hat eine Umfrage des Klagenfurter Humaninstitutes ergeben. Die Mehrheit glaubt allerdings auch, dass Österreich mit dem Schilling "ein Stück seiner Identität verliert".

Das Humaninstitut hat zwischen 21. Mai und 5. Juni d.J. österreichweit 850 Personen befragt. Neben 800 nach dem Quotaverfahren ausgewählten Telefoninterviews gab es noch 50 persönliche Gespräche mit Experten und Opinionleaders.

Keine Angst vor dem Euro

Auf die Frage nach Bedenken und Ängsten, sagten 71 Prozent, dass ein Wertverfall in der Währungsunion möglich sei. 68 Prozent erklärten, "wir müssen die Wirtschaftsprobleme anderer mittragen", 61 Prozent stimmten zu, dass zum Unterschied zum Schilling der Wert des Euros nicht mehr mitbestimmt werden könne und 59 Prozent sprachen bei der Mehrfachzuordnung von der "Angst vor einer ungewissen Zukunft mit dem Euro".

Abschied vom Schilling tut weh

Auf die Frage, ob mit dem Abschied vom Schilling Österreich ein Stück seiner Identität verliere, antworteten 52 Prozent mit ja, 34 Prozent mit nein, die restlichen 14 Prozent hatten dazu keine Meinung. Eine relative Mehrheit von 42 Prozent der Befragten ist der Ansicht, dass der Euro zu einer besseren Akzeptanz und verstärkten Integration der Länder in der EU beitragen könnte. 33 Prozent bezweifeln dies, die restlichen 25 Prozent wollten sich dazu nicht äußern.

Abwarten was der Euro bringt

Auf die Frage, welche Vorstellungen und Erwartungen mit dem Euro verbunden seien, antworteten 81 Prozent mit "abwarten, man wird erst sehen". 78 Prozent sprachen von einer "Hoffnung für Wirtschaft und Arbeitsplätze", 67 Prozent glauben, dass Österreich "endlich weg vom Provinzialismus und hin zum Internationalismus kommt" und 62 Prozent sagten, dass der Euro historisch nicht belastet sei. Eine Mehrfachzuordnung war möglich. (APA)

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