Haupt weist Kritik zu Ambulanzgebühren zurück

7. August 2001, 10:10
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Die Gebühr sei keine reine Geldbeschaffungsaktion der Regierung

Wien - Sozialminister Herbert Haupt (FP) wies am Dienstag die Kritik zurück, wonach die Ambulanzgebühr keinen Lenkungseffekt hätte. Eine Beurteilung sei erst nach einem Jahr sinnvoll, so Haupt im Radio-"Morgenjournal". Dann würden auch die "Verunsicherungsversuche" der Opposition, die hinter der Gebühr eine reine Geldbeschaffungsaktion der Regierung vermuteten, ins Leere gehen, meinte der Minister.

Haupt hofft, dass sich die so genannten Gruppenpraxen rasch etablieren. Noch fehle aber ein Vertrag zwischen Hauptverband und Ärzten.

Zufrieden mit den bisherigen Auswirkungen der Ambulanzgebühren hat sich in der Vorwoche auch Gesundheits-Staatssekretär Reinhart Waneck (FP) gezeigt. Ziel sei es gewesen, eine Trendumkehr zu erreichen, dass es zu keiner weiteren Steigerung der Ambulanzbesuche mehr komme. Der Verwaltungsdirektor des Wiener AKH, Ernst Stadlmayr, hingegen konnte keinen Lenkungsefffekt bestätigen. Er sprach am Donnerstag von einem "nur leichten" Rückgang der Ambulanzbesuche im üblichen Schwankungsbereich. (APA)

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