Fast ein Fünftel der US-Bürger spricht zu Hause kein Englisch

7. August 2001, 12:13
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In den eigenen vier Wänden wird meisten Spanisch gesprochen

Washington - In fast jedem fünften Haushalt in den USA wird kein Englisch gesprochen. Nach einer am Montag veröffentlichten Studie der US-Statistikbehörde benutzen 18 Prozent aller US-Bürger, die älter als fünf Jahre sind, zu Hause eine andere Sprache; 60 Prozent von ihnen unterhalten sich auf Spanisch.

Noch vor zehn Jahren lag der Anteil der nicht-englischsprachigen Haushalte bei 14 Prozent. Laut dem Bericht ist der Anteil der Einwanderer so hoch wie seit den 30er Jahren nicht mehr. Mit über 280 Millionen stellen die Immigranten elf Prozent der Gesamtbevölkerung.

Erheblich gestiegen ist demnach auch die Zahl der Bürger, die nach eigenen Angaben das Englische nur unzureichend beherrschen: Sie werden auf 10,5 Millionen Menschen geschätzt. 1990 waren es noch 6,5 Millionen. Besonders hoch sind die Defizite in den Bundesstaaten Kalifornien, Texas und Arizona, die an Mexiko angrenzen.

Für die Studie wurden 700.000 Haushalte befragt. Nach Angaben des unabhängigen Forschungsinstituts Urban Institute leben acht bis neun Millionen illegale Einwanderer in den USA, davon seien bis zu fünf Millionen Mexikaner. Im März hatte die Statistikbehörde bekannt gegeben, dass der Anteil der hispanisch-stämmigen Bevölkerung mit 12,5 Prozent erstmals den der schwarzen Einwohner übertraf. (APA)

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