Trajkovski: Verhandlungen werden Dienstag fortgesetzt

7. August 2001, 11:27
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Mazedoniens Präsident sprach von "Pause" - Leotard: Bürgerkrieg immer noch möglich

Ohrid/Paris - Die Friedensgespräche in Mazedonien werden voraussichtlich am Dienstag fortgesetzt. Wegen einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats habe es eine "Pause" in den Verhandlungen gegeben, hieß es am Montagabend in einer Erklärung von Präsident Boris Trajkovski. Es sei vorgesehen, dass die Gespräche am Dienstag wiederaufgenommen würden, "damit der politische Dialog weitergeht".

Die Verhandlungen waren unterbrochen worden, nachdem die slawischen Parteien überraschend neue Forderungen vorgelegt hatten. Danach verlangen sie noch vor der Unterzeichnung eines Friedensabkommens die Entwaffnung der Albanerrebellen.

Der EU-Sondergesandte Francois Leotard warnte in einem Interview mit der französischen Tageszeitung "Le Parisien" (Dienstagsausgabe), die Lage in Mazedonien sei immer noch "extrem gespannt". "Alle Voraussetzungen für einen ethnischen Konflikt und einen Bürgerkrieg, wie wir ihn in Kroatien, in Bosnien oder im Kosovo erlebt haben, sind vorhanden." Das "Schlimmste sei nicht ausgeschlossen", sagte Léotard weiter. (APA)

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