Waldbrand in Südspanien

7. August 2001, 14:23
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Bereits 300 Hektar Pinienwald verbrannt - Hunderte Waldbrände in Italien

Minas de Riotint/Rom - Mit Hilfe von Flugzeugen und Hubschraubern bemühen sich Feuerwehrleute in Südspanien um die Eindämmung eines großen Waldbrandes. Das Feuer brach aus bisher unbekannter Ursache am Montag in einem Pinienhain nördlich der Küstenstadt Huelva, nahe der portugiesischen Grenze, aus. Wie die spanische Nachrichtenagentur EFE meldete, verbreiteten sich die Flammen schnell in angrenzenden Waldstücken. Nach Rundfunkberichten zerstörte das Feuer bereits eine Fläche von rund 300 Hektar. Menschen seien aber nicht in Gefahr. Drei Löschflugzeuge, fünf Hubschrauber und zehn Löschzüge der Feuerwehr seien am Ort des Geschehens, berichtete Radio Nacional weiter.

Hunderte Waldbrände in Italien

Mehr als 250 Waldbrände haben in Italien hunderte Hektar Buschland vernichtet. Besonders betroffen seien die südlichen Regionen Kampanien, Apulien und Kalabrien sowie Sardinien, berichtete das italienische Fernsehen am Dienstag. Mehr als 5.000 Helfer seien mit den Löscharbeiten beschäftigt. In der Nähe von Pisa (Toskana) kämpften die Löschmannschaften mit sechs Hubschraubern und zwei Canadair-Flugzeugen gegen die Flammen an.

Bisher sei niemand verletzt worden. Jedoch drohten die Flammen in Kalabrien auf Wohngebiete überzugreifen. Viele Brände seien nach ersten Untersuchungen vorsätzlich gelegt worden. "Es könnte sich bei den Tätern um Arbeitslose handeln, die hoffen, bei der Feuerwehr Geld zu verdienen", mutmaßte die italienische Zeitung "Corriere della Sera". Aber auch die anhaltende Hitze und ein starker Wind hätten zur Entwicklung der Feuer beigetragen - "eine explosive Mischung". (APA/AP)

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