Chrysler will Herstellungskosten um eine Milliarde Dollar senken

7. August 2001, 07:09
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Zehn Prozent der gesamten Herstellungskosten

Traverse City - Die verlustschreibende US-Tochter des Autokonzerns DaimlerChrysler Chrysler will ihre Herstellungskosten um eine Milliarde Dollar (1,136 Mrd. Euro/15,6 Mrd. S) in diesem Jahr senken und somit doppelt so viel einsparen wie ursprünglich im Sanierungsplan vorgesehen. Die größere Summe käme durch "operative strukturelle Kostenkürzungen" in diesem Bereich zu Stande, sagte Thomas LaSorda, Senior Vizepräsident vom Geschäftsbereich Powertrain bei Chrysler, am Montag am Rande eines jährlichen Management-Seminars der Autoindustrie in Traverse City, Michigan.

Die höher als erwarteten Einsparungen würden durch reduzierte Zahlungen an Zulieferer und niedrigere Lohnkosten erreicht, fügte er hinzu. Eine Einsparung in Höhe von einer Milliarde Dollar würde etwa zehn Prozent der gesamten Herstellungskosten bei Chrysler entsprechen, sagte ein Unternehmenssprecher. Bei den geplanten Stellenstreichungen bei Chrysler sollten etwa 19.500 Arbeitsplätze bei der Herstellung wegfallen, in diesem Jahr davon allein 13.000, sagte LaSorda weiter.

Im Februar hatte DaimlerChrysler ein vier Milliarden schweres Sanierungsprogramm für Chrysler vorgelegt, das den weltweiten Abbau von 26.000 der 125.000 Arbeitsplätze und unter anderem Einsparungen bei den Materialkosten vorsieht. Darin waren Kosteneinsparungen in Höhe von 500.000 Dollar im Herstellungsbereich vorgesehen. Bei Chrysler gilt früheren Angaben nach das Ziel, die Verlustzone 2002 zu verlassen und 2003 ein operatives Ergebnis von rund zwei Milliarden Euro (27,5 Mrd. S) auszuweisen. (APA/Reuters)

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