Wal wurde gesprengt

6. August 2001, 20:31
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Johannesburg - Vor den Augen Dutzender Tierschützer und Rettungskräfte ist ein gestrandeter Wal am Montag in Südafrika nach einer gescheiterten Rettungsaktion in die Luft gesprengt worden. Das zehn Tonnen schwere Tier war am Sonntag nahe der Hafenstadt Port Elizabeth angeschwemmt worden. Alle Versuche, den zehn Meter langen Meeressäuger zu retten, waren gescheitert. "Es war schrecklich mit anzusehen, doch es war das Menschlichste, was man tun konnte", sagte die Sprecherin des örtlichen Bayworld Aquariums, Wendy Kant. Wegen der Größe des Meeressäugers kam nur eine Sprengung in Frage. Die Stelle war gesperrt worden, um den Passanten und Schaulustigen den grausamen Anblick zu ersparen.

In einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit hatten Freiwillige seit dem Vortag versucht, den über zehn Tonnen schweren Buckelwal ins Wasser zu ziehen. Sie konnten jedoch das tragische Ende des Tieres nicht verhindern. Es sei "wirklich herzzerbrechend" gewesen, die Aktion abzubrechen, sagte Kant. "Wir haben alles Menschenmögliche getan, aber wir sind leider an einem Punkt angekommen, wo wir realistisch sein müssen." Helfer versuchten den Wal mit feuchten Tüchern vor dem Austrocknen zu schützen. Die inneren Verletzungen, die der Wal durch die Strandung erlitten hatten, seien aber schließlich sein Todesurteil gewesen. (APA/dpa)

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