ARBÖ wiederholt Forderung nach zweiter Röhre

7. August 2001, 09:47
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VCÖ: Bau von Sicherheitsstollen müsse Priorität vor zweiten Röhren haben

Wien - Nach dem schweren Unfall im Gleinalmtunnel der A9 in der Steiermark am Montagnachmittag - fünf Tote und mehrere Verletzte - hat der ARBÖ seine Forderung nach dem Ausbau von zweiröhrigen Straßentunnels im hochrangigen Straßennetz wiederholt.

Die Mittel dafür seien vorhanden, betonte der ARBÖ. "Mittel, die von den Autofahrern durch Zahlungen von Abgaben geleistet werden, sollten auch für die Erhaltung und den Ausbau des Straßenverkehrsnetzes sowie im Interesse der Verkehrssicherheit Verwendung finden, und nicht der Quersubventionierung des unternehmerischen Schwerverkehrs dienen", forderte der ARBÖ in der Aussendung, in der zugleich die Einführung des Lkw-Road-Pricing urgiert wurde. "Die Lkw sollen die Kosten auch bezahlen, die sie auf Österreichs Straßen verursachen."

VCÖ: Zweite Röhre kontraproduktiv Im Gegensatz zum ARBÖ spricht sich der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) gegen den Bau einer zweiten Röhre aus. Vielmehr müsse der Unfall Anstoß sein, alle österreichischen Tunnels auf modernste Sicherheitsstandards zu bringen. Der Bau von Sicherheitsstollen müsse Priorität vor dem Bau von zweiten Röhren haben, betonte Dipl.-Ing. Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut und begrüßt die Aussage von Verkehrsministerin Monika Forstinger, die ebenfalls den Bau einer zweiten Röhre ablehnt. "Sicherheitsstollen hätten den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Gegensatz zu einer zweiten Röhre nicht das Verkehrsaufkommen erhöhten und damit auch nicht das Unfallrisiko. Zudem ermöglichen sie den Einsatzkräften rasch und in vielen Fällen rechtzeitig an den Unfallort zu kommen", so Wolfgang Rauh. (APA/red)

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