Somalia: Armee erobert wichtigen Seehafen zurück

7. August 2001, 11:09
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20 Tote und 45 Verletzte bei Kämpfen mit Aufständischen

Mogadischu - Die Armee der Übergangsregierung von Somalia hat einen wichtigen Seehafen von aufständischen Truppen zurückerobert. Die Kämpfe um den Hafen von Kismayo im Süden des Landes hätten die ganze Nacht gedauert, berichtete der Fernsehsender "TV HornAfrik" am Dienstag. Ein Sprecher des Milizführers Mohammed Said Hirsi, genannt Morgan, widersprach dagegen den Berichten unabhängiger Beobachter und sagte, der Hafen sei noch immer unter der Kontrolle der Aufständischen. Bei den Kämpfen wurden nach Berichten von Augenzeugen 20 Menschen getötet und 45 verwundet.

Der ehemalige Verteidigungsminister Hirsi gehört zu einer Gruppe von somalischen Kriegsherren, die die vor einem Jahr gebildete Übergangsregierung unter Staatspräsident Abulkassim Salat Hassan und Ministerpräsident Ali Khalif Galaydh nicht anerkennen. In dem Kabinett sind verschiedene andere rivalisierende Clans vertreten. Der ostafrikanische Staat hatte seit dem Sturz von Diktator General Mohammed Siad Barre 1991 keine gesamtstaatliche Regierung mehr. Die neue Regierung kam durch eine Versöhnungskonferenz auf Initiative des Nachbarstaates Dschibuti zu Stande. (APA)

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