Lauda-Aktien gehen an die AUA

6. August 2001, 18:39
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Airline-Gründer Niki Lauda übt Put/Call-Option aus - Kaufpreis weiter strittig

Wien - Der Gründer der Lauda Air, Niki Lauda, hat die bestehende Put/Call-Option mit der AUA per 31. Juli ausgeübt. Damit gehen 21,9 Prozent der Aktien von der Lauda Privatstiftung an die AUA, die damit insgesamt mehr als 90 Prozent an der Lauda Air hält. AUA-Sprecher Ralph Preclik bestätigte am Montag gegenüber einen entsprechenden Bericht im "WirtschaftsBlatt". De facto aber dürften die Anteile vorerst an ein Treuhandkonto gehen, weil der zu bezahlende Kaufpreis noch strittig ist.

Verfahren weiter strittig

Die AUA will jetzt einmal den Ausgang eines beim Schiedsgericht Paris anhängigen Verfahrens über den Wert des Lauda Air-Pakets abwarten, der noch in diesem Jahr erfolgen könnte. Die AUA brachte im vergangenen Jahr eine Feststellungsklage über den Preis ein, weil ihr der vereinbarte Ausübungswert der Option wegen der finanziellen Schwierigkeiten der Lauda Air im Geschäftsjahr 1999/2000 zu hoch erschien.

Gemäß der 1997 abgeschlossenen Put/Call-Option hat sich die AUA verpflichtet, auf eigenen oder auf Laudas Wunsch ein Aktienpaket von der Lauda-Stiftung zu einem vereinbarten Preis zu übernehmen. Die Rede ist von 190 Mill. S (13,8 Mill. Euro) für 21,9 Prozent der Aktien. "Dieser Preis erscheint uns weit überhöht und ist unter völlig anderen Bedingungen vereinbart worden", sagte AUA-Finanz-Direktor Fritz Otti zu einem früheren Zeitpunkt. Vom Kurszettel verschwinden soll die Lauda-Aktie mit 20. August. (APA)

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