Berlin: Rechtsradikaler verhöhnt umstrittenes Holocaust-Plakat

6. August 2001, 16:35
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Umstrittene Aktion wird nach Protesten diese Woche beendet

Berlin - Der deutsche Rechtsextremist Manfred Roeder hat in einer Aktion am Brandenburger Tor in Berlin das umstrittene Plakat zur Sammlung von Spenden für das Holocaust-Denkmal in der deutschen Hauptstadt verspottet. Nach einem Bericht des ZDF-Magazins "Frontal 21" von Montag entrollten Roeder und mehrere andere Rechtsextreme in Berlin Transparente und ergänzten den umstrittenen Plakatspruch "Den Holocaust hat es nie gegeben" mit den Worten: "Wehrmacht-Verbrechen auch nicht!"

Später habe Roeder sich bei einem "Heimatabend" in Hessen vor 30 Gesinnungsgenossen mit der Aktion gebrüstet. Das Plakat soll noch diese Woche abgenommen werden, erklärte unterdessen die Vorsitzende des Förderkreises zur Errichtung des Denkmals für die ermordeten Juden, Lea Rosh. Der Förderkreis verwahre sich dagegen, "in irgendeiner Weise mit der Leugnung des Holocaust in Verbindung" gebracht zu werden. Sie bedaure, dass der Spendenaufruf Anlass zu Missverständnissen gegeben habe. (APA/dpa)

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