Vorbeugung ist wichtig

6. August 2001, 15:03
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Bregenz - Osteoporose zählt zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen des Knochens und wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in die Liste der zehn wichtigsten Krankheiten aufgenommen. Betroffen sind vor allem Frauen ab 50. Der Vorarlberger Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin (aks) hat mit "Frauen Alpha" ein umfassendes Vorsorgesystem entwickelt, das, so Primarius Dr. Hans Concin, "weit über die bestehenden Gesundenuntersuchungen hinausgeht".

"Der Osteoporose kann sehr gut vorgebeugt werden, aber die Krankheit kann sehr schlecht behandelt werden", sagte Concin bei einer Pressekonferenz in Bregenz. Beim gesunden Erwachsenen halten sich Knochen-Neubildung und Knochen-Abbaurate die Waage. Das Wechselspiel zwischen Fress- und Bildungszellen wird durch die Belastung des Knochens geregelt. Starke Beanspruchung baut den Knochen auf, geringe macht ihn schwächer.

Etwa ab dem 35. Lebensjahr gewinnen die Fresszellen in den Knochen die Oberhand und der Knochen schwindet jährlich um ein bis eineinhalb Prozent. "Mit 70 Jahren hat sich die Knochensubstanz um ein Drittel reduziert, das ist völlig normal und nicht krankhaft," erklärte Concin. Von Osteoporose wird gesprochen, wenn der Knochenschwund schneller als normal vor sich geht und mit Rückenschmerzen und Knochenbrüchen verbunden ist.

Die Tipps des aks für starke Knochen: Kalziumreiche Ernährung (Milch, Jogurt), Reduktion von phosphathaltigen Lebensmitteln( fetter Käse, Wurst, Fleisch, Schokolade), ausreichender Aufenthalt an der frischen Luft vor allem an der Sonne und viel Gymnastik, denn: Bewegung stärkt die Knochen. (APA)

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