Überprüfung der Hafttermine in Genua hat begonnen

6. August 2001, 14:37
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Inhaftierten werden Verbindungen zum "Black Block" vorgeworfen

Rom/Genua - In Genua hat am Montag die Überprüfung der Hafttermine für die nach den Krawallen beim G-8-Gipfel festgenommenen Personen begonnen, denen die Staatsanwälte Verbindungen zur Anarchistengruppe "Black Block" vorwerfen. Zu ihnen zählen auch die 25 Aktivisten der "VolxTheaterKarawane" - darunter 16 Österreicher -, über deren Enthaftung aber erst am 13. August entschieden wird. Als erste wurde am Montag die 32-jährige Deutsche Angela O. vernommen. Ihr wird unter anderem Verwüstung und Plünderung vorgeworden.

Die Frau war nach dem G-8-Gipfel in Genua mit einem Freund festgenommen worden. In ihrem Auto war eine Gasmaske und schwarze Kleidung gefunden worden. Vernommen wurde am Montag auch der 45-jährige Unternehmer syrischer Abstammung Mohamed T. Er war unter dem Vorwurf festgenommen worden, aus einem Lieferwagen Keulen an Globalisierungsgegner verteilt zu haben.

Mohamed T. erklärte sich als Opfer brutaler Misshandlungen seitens der italienischen Polizei. Der Mann sei trotz einer schweren Behinderung bei der Festnahme nach dem G-8-Gipfel schwer misshandelt worden. Der Mann, dem ein Bein fehlt, sei gezwungen worden, stundenlang in der Polizeistation von Genua Bolzaneto zu stehen, ohne sich setzen zu können. Die Überprüfung der Hafttermine wird die ganze Woche dauern. (APA)

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