Zwischenwahlkampf im Sommerloch

7. August 2001, 10:06
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Beide Koalitionsparteien reklamieren das Kindergeld jeweils als ihren Erfolg

Wien - Wer dieser Tage durch Österreich fährt, könnte meinen, das Land sei im Wahlkampf. Auf tausenden Plakaten bewerben die Koalitionsparteien ÖVP und FPÖ die Einführung des Kindergeldes jeweils als ihren "Erfolg". Kosten für die Kampagnen wollen weder Volkspartei noch Freiheitliche nennen. Die FPÖ plant allerdings bereits eine Herbstkampagne als "Nachfolger" der in diesen Tagen auslaufenden Kindergeld-Aktion mit rund 7.000 Plakaten.

Auf Details zur Herbstkampagne wollte sich FP-Bundesgeschäftsführer Gilbert Trattner gegenüber der APA nicht einlassen. Dies werde im Verlauf des August entschieden. Für die derzeit laufende Temelin-Kampagne der Landesparteien in Wien, Nieder- und Oberösterreich gibt es laut Trattner keine finanzielle Unterstützung der Bundespartei. Lakonisch kommentiert er die Kindergeld-Kampagne des Koalitionspartners: "Die kopieren uns ein bisschen."

Das will VP-Sprecher Wolfgang Fischer nicht gelten lassen: "Unsere Kampagne steht schon seit Jahresanfang." Überhaupt sei das Kinderbetreuungsgeld eines der zentralen Themen der ÖVP im letzten Nationalratswahlkampf gewesen. Der Kinderscheck a la Jörg Haider sei ja "nie umgesetzt worden" und außerdem unfinanzierbar. Kosten für die Kindergeld-Kampagne mit 4.000 Plakaten im Juli und August sowie diversen "Freecards" und Informations-Broschüren nennt auch die ÖVP nicht. Eine "klassische Plakatkampagne" im Herbst ist bei der ÖVP laut Fischer nicht in Planung. (APA)

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