150 Tonnen glühender Stahl in Linzer VOEST-Werk ausgeronnen

6. August 2001, 13:02
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Gebrochener Hydraulikschlauch war Ursache

Linz - Im Linzer VOEST-Werk ist es in der Nacht auf Montag zu einem Zwischenfall in der Stahlverarbeitung gekommen: Ein Schieber schloss nicht richtig, 150 Tonnen glühender Stahl flossen aus. Der Großteil dieser Menge habe in einer Notfallpfanne aufgefangen werden können, berichtete eine Sprecherin des Unternehmens. Fünf bis sechs Tonnen des Stahls seien allerdings daneben geronnen. Personen wurden nicht verletzt. Ein gebrochener Hydraulikschlauch hatte die Fehlfunktion des Schiebers verursacht.

Keine Gefahr für Arbeiter

Der Zwischenfall ereignete sich gegen 23 Uhr. Der 1.200 Grad heiße Stahl hätte eigentlich gerade zum so genannten Abgießen transportiert werden sollen, wo er in Form gebracht wird. Arbeiter seien nicht in Gefahr gewesen, hieß es seitens des Unternehmens. Auf Grund der dauernden Beobachtung - teils durch Videoüberwachung - sei der Unfall sofort bemerkt worden.

Am Montag wurden die auf den Boden geflossenen fünf bis sechs Tonnen Stahl entfernt und einige Kabel aus Sicherheitsgründen ausgetauscht. Der Betrieb werde am Montag Nachmittag wieder aufgenommen werden können, betonte die Sprecherin. Produktionsausfälle gebe es nicht, die Produktion sei wegen Instandsetzungsarbeiten ohnehin gerade gedrosselt gewesen.

Erst Mitte Juli waren im Linzer Voest-Werk 260 Tonnen Stahl ausgelaufen, nachdem eine Roheisenpfanne durch gebrochen war. Der Zwischenfall war in der Entschwefelungsanlage passiert. (APA)

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