Staatsanwältin: VolxTheaterKarawane war angeblich an Krawallen beteiligt

6. August 2001, 12:55
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Genuas Staatsanwältin überprüft Beweismaterial gegen inhaftierte Österreicher

Rom/Genua - "Wir arbeiten, um die Argumentation der Anklage zu stärken". Das betonte die Staatsanwältin von Genua, Anna Canepa, am Montag. Canepa, die die Ermittlungen gegen die Aktivisten der "VolxTheaterKarawane" führt, meinte: "Wir überprüfen gerade das Beweismaterial, das enorm ist. Wir sind überzeugt, dass es sich um eine Theatergruppe handelt, man kann aber nicht ausschließen, dass die Mitglieder in Gewalttätigkeiten verwickelt sind. Wir werden auf Grund der Beweise ihre Position genau überprüfen", betonte die Staatsanwältin.

Canepa erklärte, auf Grund der Dokumente gäbe es einige Hinweise, die auf eine Beteiligung der VolxTheaterKarawane an den Krawallen bei G-8-Gipfel schließen lassen. "Andernfalls wären sie sofort freigelassen worden, ihre Untersuchungshaft wäre nicht verlängert worden", so Canepa. Sie bestätigte, dass einige Mitglieder der österreichischen Theatergruppe polizeilich vorgemerkt waren.

Die Staatsanwältin sagte, sie habe über die innenpolitische Polemik erfahren, die die Festnahme der Mitglieder der Theatergruppe in Österreich ausgelöst habe. "Unsere Aufgabe ist, uns von den politischen Problemen fern zu halten, die der G-8 ausgelöst hat und ausschließlich konkrete Fakten berücksichtigen. Niemand will aus diesen Personen Sündenböcke machen. Niemand soll für alle Andere zahlen, wenn er unschuldig ist. Wir werden aber alle konkrete Elemente überprüfen", so Canepa. (APA)

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