Aufklärung über Misshandlungen der österreichischen Inhaftierten gefordert

6. August 2001, 13:48
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Außenamts- Generalsekretär Prosl zu Gesprächen in Rom

Rom - Der amtierende Generalsekretär im Außenministerium und Leiter der Konsularsektion, Botschafter Christian Prosl, hat am Montag in Rom eine Gesprächsrunde im italienischen Außenministerium sowie mit anderen Zentralbehörden in Rom über die im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel in Genua verhafteten Österreicher begonnen. Wie Prosl erklärte, wird er im Laufe des Vormittags auch Vertreter des italienischen Justiz- und des Innenministeriums treffen.

Im Auftrag der Außenministerin soll der Generalsekretär Aufklärung über die, wie es Außenministerin Benita-Ferrero-Waldner in der Vorwoche formuliert hatte, "entwürdigenden Misshandlung" der inhaftierten Österreicherinnen und Österreicher bei ihrer Verhaftung und der anschließenden Polizeihaft verlangen. Prosl wird am Dienstag die Aktivisten der "VolxTheaterKarawane" in den Strafanstalten der norditalienischen Städten Voghera (Lombardei) und Alessandria (Piemont) besuchen.

Die 16 österreichischen Aktivisten, die sich seit zwei Wochen in Untersuchungshaft befinden, werden am Dienstag auch von der SPÖ-Europaabgeordneten Karin Scheele besucht. Die Abgeordnete will sich über den Zustand der Aktivisten informieren. Sie ist nach dem Grünen-EU-Abgeordneten Johannes Voggenhuber die zweite österreichische EU-Parlamentarierin, die die Mitglieder der VolxTheaterKarawane in ihren Strafanstalten besucht. (APA)

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