Vollständig in der virtuellen Welt

6. August 2001, 10:25
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Im Theater der Wissenschaft können BesucherInnen das Programm beeinflussen

Glasgow - In Glasgow ist ein virtuelles Theater der Wissenschaft (= Virtual Science Theatre, VST) eröffnet worden. Es soll einem breiten Publikum Wissenschaft auf unterhaltsame Weise vermitteln. Die Technologie dahinter ist ein über 1,5 Mio. Euro teures Visualisierungssystem ("RealityCenter", RC) der kalifornischen Hightech-Schmiede Silicon Graphics Inc. (SGI).

Unter RC versteht SGI so genannte immersive Virtual-Reality-Umgebungen. Immersiv steht für "in die Daten eingebunden". Das bedeutet, dass der User völlig in die künstliche Welt integriert wird. Beim Fernsehen ist der Benutzer mit seinen Sinnen nur teilweise im Geschehen. Im Kino ist der Sinneseindruck schon kompletter, bei einem RC ist der Benutzer nicht nur vollständig von der künstlichen Welt umgeben, er kann sie auch verändern.

Programm beeinflussbar

Das VST ist die jüngste Komponente des Glasgow Science Centre. Es bietet 40 Personen Platz. Im Unterschied zu einem Kino oder IMAX können die Besucher über einen oder mehrere Scouts (=Führer) den Ablauf des Programms beeinflussen. Mit dem System interagieren die Scouts über diverse Schnittstellengeräte, etwa Joysticks oder Spracheingabe-Geräte. Dadurch wird jede Show einzigartig. Das Programm wird laufend aktualisiert, indem neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Show eingebaut werden.

Den Inhalt der Shows stellt das Virtual Science Network von SGI zur Verfügung. In diesem Netzwerk arbeiten Institutionen, etwa Universitäten oder Ministerien, aus verschiedenen Ländern der Welt zusammen. Für die Forscher stellt die Verbindung mit der VST eine Möglichkeit dar, ihre Publikationen zu verbreiten. (pte)

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