Der Kampf ums US-Satellitenfernsehen

6. August 2001, 19:15
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Echostar will Satelliten-Sparte von General Motors kaufen und Murdoch ausbooten

In den USA ist der Kampf um die Macht beim Satellitenfernsehen vollends entbrannt: Der Anbieter Echostar will die Satelliten-Sparte von General Motors kaufen und damit Medienzar Rupert Murdoch ausbooten. Für die GM-Tochter Hughes Electronics würden gut 32 Mrd. Dollar (36,3 Mrd. Euro/499 Mrd. S) Dollar geboten, teilte Echostar am Sonntagabend in Littleton im US-Bundesstaat Colorado mit.

Das Geschäft solle über einen Aktientausch vollzogen werden, ein entsprechendes Angebot an die GM-Aktionäre sei bereits unterbreitet. Damit greift Echostar direkt den großen Konkurrenten News Corporation von Murdoch an. Dieser verhandelt seit Monaten mit GM über Hughes Electronics, bisher ohne sichtbaren Erfolg.

Hughes Electronics besitzt vor allem DirectTV, den derzeit größten Anbieter von Satellitenfernsehen mit zwölf Millionen Abonnenten. Echostar selbst hat nur 5,5 Millionen Abonnenten. Murdoch wiederum hat bisher in den USA überhaupt kein Satelliten-Standbein und will sich dieses über DirectTV schaffen. (APA/AFP)

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