Investmentfonds als "sicherer Anlagehafen"

10. August 2001, 15:09
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Mit gestreutem Risiko dem Anleger die Angst vor Investment an der Börse nehmen

Wien - Immer noch bläst den Anlegern ein rauer Wind an den Börsen entgegen. Und nach vergangenen Rekordjahren am österreichischen Investmentfondsmarkt mit zweistelligen Zuwachsraten mussten sich die Anbieter im Vorjahr mit einem Plus von vier Prozent begnügen. Da gerade die Österreicher lieber das Risiko streuen, erhoffen sich die Banken heuer trotz allem ein gutes Geschäft mit Investmentfonds.

Kleine Kunden ansprechen

So haben Kapitalanlagegesellschaften neue Produkte auf den Markt gebracht, mit denen sie große und kleine Kunden ansprechen wollen. Die Erste Sparinvest hat eine neue Fondsfamilie vorgestellt, die "Best of Fonds". Wie in einem Supermarkt kann der Kunde je nach Vorlieben zu einem Produkt greifen: Die Palette enthält Investments in Regionen ebenso wie in Branchen. So hat die Sparinvest die Fondsfamilie in einen globalen Dachfonds und in weitere Fonds für Regionen und Branchen aufgeteilt.

Bis zu 150 Prozent Zuwachs

Franz Gschiegl, Chef der Sparinvest, rechnet mit einer guten Performance - ungefähr 100 bis 150 Basispunkte über der Benchmark mit vergleichbaren anderen Fonds will man liegen. Einsteigen kann der Anleger mit einem Volumen von 1000 Schilling für einen Kapitalplan, für ein einmaliges Investment sei ein Betrag von zumindest 25.000 Schilling sinnvoll. Gschiegl betont, es solle mindestens auf drei bis fünf Jahre investiert werden. Ein besonderes Zuckerl sei durch die Konstruktion eines Dachfonds der Entfall der Sicherungssteuer von 2,5 Prozent, die für ausländische Fonds anfällt.

Neuer Spängler Fonds

Auch das Salzburger Traditionshaus Spängler hat einen neuen Fonds vorgelegt, den "Spängler New Economy Trust", der vor allem in erneuerbare Energien investiert. Denn in dieser Branche sieht das Management der SAM, einer Schweizer Vermögensverwaltungsgesellschaft, die den Fonds für Spängler managt, ein hohes Wachstumspotenzial. Heinrich Spängler rechnet mit einer Rendite von fünf bis zehn Prozent in den nächsten fünf Jahren. Was aber auch von den Wachstumsraten der einzelnen Unternehmen abhänge. Darunter sind British Petroleum, Shell, Enron, Honeywell. In Branchen wie Brennstoffzellen oder Mikroturbinen rechnen Experten mit einer Wachstumsrate von bis zu 50 Prozent pro Jahr. Die Invesco Bank baut ebenso auf Branchenfonds. Seit drei Wochen ist der Focus Umwelttechnologie Invesco in Österreich zugelassen. Der 1990 in Deutschland aufgelegte Fonds erzielte im Vorjahr eine Performance von 95 Prozent. (este, DerStandard, Printausgabe, 06.07.2001)

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