Organisator Jagerhofer zog positive Bilanz

5. August 2001, 15:00
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Präsident Kleinmann hofft auf Impulswirkung der WM

Klagenfurt - Die dritten Beach-Volleyball-Weltmeisterschaften dürfen als Erfolg verbucht werden. Klagenfurt legte die Latte für alle künftigen WM-Ausrichter enorm hoch, die während insgesamt rund 200 Stunden in allen Weltteilen gesendeten TV-Bilder vermittelten nicht nur ein hervorragendes Bild der Titelkämpfe, sondern bescherten Österreich und besonders der Wörthersee-Region auch einen enormen Image-Schub. Mit rund 90.000 Fans wurde die angestrebte Zuschauer-Zahl noch übertroffen.

Dass man nicht ganz die 100.000er-Marke erreicht hat, liegt paradoxer Weise am WM-Erfolg selbst. "Die Leute sind meistens den ganzen Tag geblieben, daher mussten viele wieder nach Hause", so Hannes Jagerhofer. Der WM-Organisator will sich für die nächsten Jahre eventuell etwas überlegen: "Den freien Eintritt finde ich nach wie vor gut. Aber es tut mir leid, wenn Leute von weit anreisen und nicht rein kommen. Vielleicht bekommen wir das mit einer Art Boarding Card besser in Griff."

Das Publikum bleibt für Jagerhofer jedenfalls das Um und Auf dieses Events. "Sehr wichtig ist mir, dass sich die Spieler hier glücklich fühlen. Aber die Fans zeichnen sich besonders durch ihre Internationalität aus, unterstützen die Spieler aller Länder gleich fantastisch." Besonders zufrieden war der Event-Manager natürlich mit dem Traum-Wetter, das auch zum finanziellen Erfolg beitrug. "Wir sind auf jeden Fall im Plus. Die genaue Summe gibt es nach der Abrechnung."

Jagerhofer gehört in die "hall of fame

Peter Kleinmann, Präsident des österreichischen Volleyball-Verbandes (ÖVV) resümierte in Superlativen: "Hannes Jagerhofer gehört für diese WM in die 'Hall of fame' des Volleyball. Das war für uns Weihnachten und Ostern gleichzeitig. Besser kann man den Sport und den Beach-Volleyball nicht präsentieren. Jetzt ist wichtig, dass Österreich diesen Impuls, diese Initialzündung aufnimmt. Das betrifft den Verband, aber auch Vereine und Trainer. Und nicht nur im Beach-Bereich, sondern auch in der Halle. Dort wird die Grundausbildung vermittelt."

Für den heimischen Beach-Volleyball will Kleinmann als WM-Konsequenz schon für die nächste Saison die Jugend-Arbeit verbessert sehen und den Nationalteams die Arbeit mit Trainern, Statistikern und Physiotherapeuten ermöglichen. "Wenn wir wieder einmal eine WM bekommen, müssen wir so weit sein, nicht nur an der Weltspitze mitzuspielen, sondern Weltspitze zu sein. Unser sportliches Abschneiden hier war im Bereich des Möglichen. Vielleicht hätten Berger/Stamm noch etwas mehr machen können."

Berger/Stamm ab Frietag wieder auf der World Tour

Die WM-Neunten spielen wieder am Freitag auf der World Tour in Ostende. Robert Nowotny/Peter Gartmayer überlegen noch, ob sie nach Belgien oder zum Masters nach Wolfurt fahren. Dort spielen jedenfalls Tom und Paul Schroffenegger und Dietmar Maderböck/Clemens Doppler. Gernot Leitner wechselt von Harald Dobeiner zu seinem Stamm-Partner Bernhard Strauss zurück. Sara Montagnolli/Kerstin Pichler spielen nächstes Wochenende auf der World Tour in Japan, Sabine Swoboda/Christine Mellitzer treten in Wolfurt an.

International brachte die WM hervorragenden Sport, wobei die Leistungsdichte der Teams bedeutend näher zusammengerückt ist. Hauptgrund ist sicher das neue Rally-Point-System, es macht die Spiele enger und damit spannender. Die allgemeine Vorherrschaft der Brasilianer ist jedenfalls nicht mehr so gegeben, bei den Damen noch mehr als bei den Herren. Österreichs Paaren fehlt momentan noch etwas, um zur Spitze aufzuschließen. Berger/Stamm wären auf dem richtigen Weg, spielen vermutlich aber nur noch heuer zusammen. (APA)

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