Fischer behindern US-Manöver auf puertoricanischer Insel

5. August 2001, 13:18
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Bush will Marine bis 2003 abziehen

Vieques - Puertoricanische Fischer sind am Wochenende mit ihren Booten in das Sperrgebiet um die Insel Vieques eingedrungen und haben damit eine Schießübung der US-Kriegsmarine mehrere Stunden blockiert. Wie Journalisten auf einem Begleitboot beobachteten, gelang es den Fischern und anderen Manövergegnern, die Absperrung von US-Patrouillenbooten zu durchbrechen und mehrere Demonstranten auf dem Teil der Insel abzusetzen, der seit 60 Jahren von den US-Streitkräften als Schießplatz genutzt wird. Ihre Sprecher sagten, mindestens 19 Aktivisten hätten sich auf dem Schießplatz versteckt.

US-Marinesprecherin Katherine Goode sagte dagegen, das Gelände sei geräumt worden. Das Manöver, darunter neben einer Landeübung auch der Beschuss mit der Artillerie von zwei Kriegsschiffen, sei deswegen wieder aufgenommen worden. Manövergegner warfen der Marine dagegen vor, das Leben der Demonstranten auf Vieques zu gefährden. Ende Juli sprachen sich 70 Prozent der Bewohner von Vieques für die sofortige Beendigung der Schießübungen aus. US-Präsident George W. Bush hat vorgeschlagen, die Marine bis 2003 abzuziehen. (APA/AP)

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