Verbands-Präsident lobt Klagenfurt

6. August 2001, 09:17
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"Die beste WM, die wir je hatten." - Auch wenn es erst die Dritte ist

Klagenfurt - "The best games ever" hätte Weltverbands-Präsident Ruben Acosta Hernandez bei seiner Matinee-Pressekonferenz am Sonntag wohl gesagt, wären in Klagenfurt soeben Olympische Spiele in ihr Finale gegangen. Doch es handelte sich um Beach-Volleyball-Weltmeisterschaften und so meinte der Mexikaner: "Das war die beste WM, die wir je hatten." Und das kann auch nicht dadurch abgewertet werden, dass es sich erst um die dritte Auflage der Welt-Titelkämpfe handelte.

Die Latte für die vierte WM in zwei Jahren in Rio de Janeiro liegt dementsprechend hoch. "Sie machen sich schon Sorgen, ob sie dieses Niveau wohl auch erreichen können. Hannes Jagerhofer und dem österreichischen Verband ist wirklich zu gratulieren. Mit dieser Organisation und dem Publikum kann sich nur Olympia in Sydney vergleichen - und das sagt doch schon einiges", kam Acosta fast schon ins Schwärmen.

Der FIVB-Chef äußerte sich zudem zu den seit heuer gültigen neuen Beach-Volleyball-Regeln: "Das kleinere 8x8-m-Feld hat tolle Ergebnisse gebracht. Es gibt längere Rallies und mehr Action. Mit dem Rally-Point-System ist es ähnlich, auch wenn nicht alle Spieler damit zufrieden sind. Aber sie müssen akzeptieren, dass es die Fans, die Medien und die Sponsoren gut finden. Vielleicht werden die Regeln schon bei der nächsten FIVB-Sitzung im September in Lausanne fix beschlossen."

Klagenfurt bekommt Grand-Slam-Turnier

Ab nächstem Jahr wird es auf der World Tour ähnlich dem Tennis vier höher dotierte Grand-Slam-Turniere für Herren und Damen geben, sie werden in WM- und Olympia-freien Saisonen wie im nächsten Spieljahr die absoluten Höhepunkte liefern. "Klagenfurt ist dabei. Ansonsten sind Marseille, Berlin und Rio de Janeiro als Schauplätze geplant", so Acosta.

Bei Olympia hat der Amerikaner und seine Verbands-Kollegen auch Großes vor. Für 2004 in Athen versucht man beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eine Aufstockung von 24 auf 32 Teams pro Geschlecht zu erreichen. Geht der Antrag durch, bekommen Top-Nationen wie Brasilien, USA und Australien vermutlich bei Damen und Herren je einen dritten Startplatz. Diesen hat Griechenland als Veranstalterland bereits sicher.

2008 am Tianmen-Platz

2008 in Peking will Acosta das Turnier unbedingt auf dem Tianmen-Platz haben. "Dort ist Schlimmes geschehen, das ist mir bewusst. Aber dort können wir unseren Sport am besten so präsentieren, wie er in Europa gespielt wird. So sollen ihn die Chinesen erleben und daher werden wir uns für diesen Austragungsort einsetzen."

Schließlich gab Acosta das Ergebnis der Wahl der "Spieler des Jahrzehnts" bekannt. Die Gewinner sind auf Grund der jungen Geschichte der Sportart mit den Allzeit-Größen identisch. Bei den Herren wurden der noch immer aktive Sinjin Smith mit seinem US-Landsmann Randy Stoklos gewählt. Neben diesen Pionieren werden Emanuel/Loiola (BRA), die Weltmeister 1999, ausgezeichnet. Bei den Damen kamen die 96er-Olympiasieger Jackie Silva/Sandra Pires (BRA) und die 2000er-"Goldenen" Natalie Cook/Kerri-Ann Pottharst (AUS) zum Zug. (APA)

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