Buschfeuer Yellowstone Park: Bisher rund 1200 Hektar Wald vernichtet

5. August 2001, 12:19
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700 Feuerwehrleute im Dauereinsatz

New York - Das Buschfeuer im Yellowstone National Park hat sich am Samstag nicht weiter ausgebreitet. Grund waren eine leichte Abkühlung, hohe Luftfeuchtigkeit und der unermüdliche Einsatz von 700 Feuerwehrleuten.

Die Flammen seit einer Woche wütenden Flammen haben bisher rund 1200 Hektar Wald vernichtet. 15 Prozent des Feuers sind nach Angaben der Parkverwaltung am Samstag unter Kontrolle. In den nächsten Tagen werden allerdings wieder höhere Temperaturen und so genannte "trockene Gewitter" ohne Niederschlag erwartet.

Das Feuer in dem National Park wurde vermutlich durch einen Blitz entfacht. Die Ostzufahrt zu dem beliebten Ausflugsziel, die im letzten Jahr von über 300.000 Besuchern benutzt wurde, bleibt weiterhin geschlossen. Der größte Teil des Parks, der jährlich von drei Millionen Menschen besucht wird, ist jedoch geöffnet. Viele Besucher würden das Feuer gar nicht wahrnehmen, hieß es in Medienberichten vom Samstag.

Mit 9.000 Quadratkilometern Fläche ist der Nationalpark einer der größten der Welt. Bei einem riesigen Feuer war 1988 fast ein Drittel des Parks verbrannt. Das jetzt betroffene Revier blieb damals von den Flammen verschont. Nach Angaben der Parkhüter konnte sich dort in den vergangenen Jahren leicht brennbares Unterholz und damit gefährliches Zündmaterial anhäufen.

In dem unzugänglichen Gebiet muss die Brandbekämpfung teilweise aus der Luft erfolgen. Die Löscharbeiten am Boden werden durch steiles Gelände erschwert. Außerdem müssen die Einsatzteams Vorsichtsmaßnahmen gegen Angriffe von Bären beachten. Das Revier wird von vielen Grizzly-Bären bewohnt.(APA)

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