Doris Auer im Stabhochsprung-Finale

5. August 2001, 11:35
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4,35 Meter im dritten Versuch genügten zur Qualifikation

Edmonton/Alberta - Österreichs Team hat am Samstag bei den VIII. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Edmonton einen gelungenen Auftakt verzeichnet. Stabhochspringerin Doris Auer überquerte in der Qualifikation 4,35 m und schaffte damit Freiluft-Saisonbestleistung, die zum Einzug ins Finale der besten Zwölf am Montag (ab 22.30 MESZ) genügte.

"Damit habe ich mein Ziel erreicht", freute sich die Olympia-Neunte, die bereits im Vorkampf ihren härtesten Stab verwendete und es für die Zuschauer äußerst spannend machte. Denn sowohl 4,25 m als auch 4,35m meisterte die 30-jährige Wienerin erst im jeweils dritten und letzten Versuch. "Das war aber überhaupt kein Problem für mich. Ich bin locker und ruhig geblieben, weil ich ja gewusst habe, dass es nur eine Technikfrage ist, diese Höhen zu überspringen. Und in den dritten Versuchen hat eben alles gepasst."

Ein Sicherheitssprung, danach voller Angriff

Auer, die heuer ihren ÖLV-Hallenrekord bereits auf 4,44 m geschraubt hat, geht nun ganz ohne Druck in den Endkampf. "Ich will nur wie bei Olympia einen Sicherheitssprung machen, damit ich in der Endwertung nicht ohne Höhe aufscheine. Und nach diesem gültigen Versuch werde ich dann voll angreifen."

Voll auf Angriff wird auch Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Stacy Dragila, die am Samstagvormittag spielerisch leicht über 4,35 flog, im Finale springen, will sie doch ihren Weltrekord von 4,81 m verbessern und damit neben der 60.000 Dollar Weltmeister- auch noch die dafür ausgesetzte Zusatzprämie von 100.000 Dollar einstreifen. Im Idealfall winken der ehemaligen Siebenkämpferin also mehr als 2,5 Mio. Schilling Preisgeld.

Balachonowa blieb unter ihren Erwartungen

Die Qualifikation war für die 30-jährige US-Amerikanerin deshalb auf dem Weg zum nächsten großen Triumph nur eine lästige Pflichtaufgabe, da nicht einmal die ursprünglich fürs Finale nötige Höhe von 4,40 m mehr aufgelegt wurde, weil nur zwölf der insgesamt 27 Athletinnen 4,35 meisterten. Während Auer als Zwölfte und Letzte ins Finale kam, blieb mit Anschela Balachonowa eine Medaillenkandidatin bereits im Vorkampf auf der Strecke. Im Vorjahr war die Ukrainerin in Linz mit 4,56 m noch Europarekord gesprungen, diesmal kam sie aber nicht über 4,25 hinaus. (APA)

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