15 chinesische Ärzte als Elfenbeinschmuggler

4. August 2001, 17:19
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Für die beschlagnahmte Menge mussten 40 Elefanten getötet werden

Brüssel - Eine Gruppe von 15 chinesischen Ärzten ist am Samstag wegen Elfenbeinschmuggels auf dem Brüsseler Flughafen Zaventem festgenommen worden. Misstrauisch gewordene Zollfahnder hatten nach Medienberichten zuvor 33 Kartons geöffnet, die offenbar von den Medizinern als persönliches Gepäck aufgegeben worden waren. Darin entdeckten die Ermittler 150 Kilogramm Elfenbein, darunter ganze Stoßzähne, aber auch Schmuck und Statuetten. Für diese Menge hätten etwa 40 Elefanten getötet werden müssen, hieß es.

Außerdem befanden sich noch Felle anderer geschützter Tierarten sowie Gürtel und Handtaschen aus Krokodilhaut in den Kartons der Chinesen. Die Ärzte wollten nach zweijährigem Aufenthalt im afrikanischen Mali in ihre Heimat zurückkehren und in Brüssel umsteigen. Die mutmaßlichen Schmuggler wurden dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Ihnen droht nach den Angaben nun eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren. (APA/dpa)

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