3,5 Millionen Schilling Schaden für die Bregenzer Festspiele

4. August 2001, 15:07
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Regen schwappte "La Boheme" von der Seebühne

Bregenz - Zum ersten Mal in der laufenden Festspielsaison mussten die Bregenzer Festspiele am Freitag Abend Puccinis "La Boheme" auf der Seebühne absagen: Es regnete in Strömen. Die Aufführung wurde ins Festspielhaus verlegt. Den Bregenzer Festspielen entstand ein finanzieller Schaden in Höhe von rund 3,5 Millionen Schilling, der nicht durch Versicherung gedeckt ist.

Achtmal ist "La Boheme" bisher regenfrei und garniert mit kitschig schönen Sonnenuntergängen auf dem Bodensee über die Bühne gegangen. 17 Aufführungen stehen bis 21. August noch auf dem Programm.

Wie bereits in den vergangenen Jahren haben die Bregenzer Festspiele auch in diesem Jahr keine Regenversicherung abgeschlossen. "Eine solche Versicherung ist sehr kostspielig und würde sich erst ab etwa fünf verregneten Aufführungen rentieren," sagte der Pressesprecher der Festspiele, Axel Renner .

In den vergangenen Jahren gab es durchschnittlich knapp zwei Absagen pro Saison. Wenn, so wie am Freitag, die Aufführung vor Beginn abgesagt wird, oder nach weniger als 60 Spielminuten abgebrochen werden muss, erhalten knapp 6.000 Zuschauer ihr Eintrittsgeld zurück. Für rund 1.500 Zuschauer mit Hauskarten wird im Festspielhaus eine szenische Aufführung von "La Boheme" geboten.

Von kommenden Montag bis 21. August wird "La Boheme³ in der Inszenierung des Regieteams Richard Jones und Anthony Mc Donald täglich aufgeführt. Die Wiener Symphoniker spielen abwechselnd unter der Leitung von Ulf Schirmer und Ludovico Zocche. Karten sind noch in allen Kategorien erhältlich. (APA)

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