Bundespräsidentschaft: Für Ferrero-Waldner Debatte viel zu früh

4. August 2001, 13:37
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Kein Sinn, über solche Fragen zu spekulieren - Verhältnis zu Frau Klestil "sehr professionell"

Wien - Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) bleibt zurückhaltend bezüglich einer möglichen Kandidatur als Bundespräsidentin im Jahr 2004. Im Ö1-"Mittagsjournal" meinte sie, es habe überhaupt keinen Sinn, über solche Fragen zu spekulieren. Dies sei "wirklich viel zu früh": "Sich mit diesen Gedanken schon jetzt zu beschäftigen, würde ich für absurd halten". Sie sei gerne Außenministerin, erklärte Ferrero-Waldner.

Dass ihre Beziehung zu Bundespräsident Thomas Klestil und dessen Frau Margot - wie kolportiert - gestört sei, bestreitet die Außenministerin. Angesprochen auf eine gewisse Parallelreisetätigkeit zwischen Außenministerium und Bundespräsident meinte Ferrero-Waldner, es gebe keinen Wettlauf. Wenn sich die Gelegenheit ergebe, fahre sie gerne bei Auslandsreisen des Präsidenten mit. Sei dies zeitlich nicht möglich, handle es sich um "keine negative Haltung" von ihr. Immerhin habe sie sehr viel zu tun und müsse viele Termine selbst wahrnehmen, da es keinen Staatssekretär im Außenministerium gebe.

Dass Margot Klestil-Löffler einerseits ihre Untergebene im Ministerium ist andererseits aber Aufgaben als Frau des Bundespräsidenten wahrzunehmen hat, ist für Ferrero-Waldner nach eigenen Angaben kein Problem: "Wir gehen beide sehr professionell damit um". In Wien sei Klestil-Löffler ihre Mitarbeiterin. Ferrero-Waldner versteht aber, dass die Frau des Bundespräsidenten auch diese Rolle wahrzunehmen habe. (APA)

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