"Frauen in Schwarz" fordern internationalen Schutz von PalästinenserInnen

3. August 2001, 21:14
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Freitägliche Mahnwache in Wien für Stopp der Siedlungspolitik Israels

Wien - Den "Stopp der israelischen Besetzung palästinensischen Landes" und einen "Stopp der Siedlungspolitik Israels" haben die Mitglieder der Gruppe "Frauen in Schwarz" (Women in Black) Freitagnachmittag bei einer Mahnwache in der Wiener Innenstadt gefordert. Mit ihrer schwarzen Kleidung wollen die Frauen die Trauer um die Opfer des Konflikts ausdrücken. Sie fordern faire Verhandlungen für einen gerechten Frieden in Nahost und internationalen Schutz der PalästinenserInnen.

Appell an Europa

Am 8. Juni dieses Jahres hielten internationale Gruppen der Bewegung "Women in Black" weltweit in 150 Städten Mahnwachen gegen die israelische Besetzung palästinensischer Gebiete ab. Auch in Wien hatten damals Frauen und Männer gemeinsam den Grundstein zur Gruppe "Frauen in Schwarz - Wien" gelegt. Seitdem wollen sie jeden ersten Freitag des Monats eine Mahnwache abhalten, um insbesondere an Europa zu appellieren, "die Verantwortung zur Lösung des nunmehr seit über einem halben Jahrhundert andauernden Nahost-Konflikts zu übernehmen", heißt es auf einem Flugblatt der Gruppe. Darüber hinaus wollen sie "das kolportierte Opfer-Täter-Bild korrigieren und die unerträglichen Lebensbedingungen der PalästinenserInnen aufzeigen".
(APA)

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