Neues auf dem Obersberg

    4. August 2001, 11:12
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    Der Obersberg – früher auch Ahornberg genannt – bei Schwarzau im Gebirge zählt zu den schönsten Aussichtsgipfeln unter den Wiener Hausbergen.

    Da Schneeberg, Rax, Schneealpe, Großer Sonnleitstein, Gipfel und Göller in der Runde liegen und man bis zu einigen auf Wiener Stadtgebiet liegenden Erhebungen sieht, glaubt man sich im Mittelpunkt der Alpen.

    Der Obersberg hatte bisher nur einen großen Nachteil, man musste auf der Anstiegsroute wieder absteigen, denn eine Runde brachte man nur zustande, wenn man einen faden und langen Straßen-Hatscher vom ehemaligen Triebl nach Schwarzau in Kauf nahm. Vor kurzem hat man die Route vom Gipfel über die Obersbergalm und die Gehöfte Obersberger und Haselsteiner beschildert, sodass sich nun eine interessante und sehr abwechslungsreiche Rundwanderung anbietet.

    Den Weg gab es schon immer, er war aber vor allem im oberen Teil nicht leicht zu finden. Nun gibt es keinerlei Orientierungsprobleme. Nur, auf den - meist grünen - Wegweisern steht manchmal Schwarzau, dann wieder Preintal oder Hirschbach. Man lasse sich nicht verwirren, was immer auf den Tafeln steht, sie weisen zum Ausgangspunkt der Tour, Schwarzau. Da der Abstieg über wesentlich mehr freie Flächen als der Aufstieg führt, genießt man bei der Wanderung ins Tal immer wieder die herrliche Aussicht. Auch die rote Markierung der Anstiegsroute hat man teilweise erneuert, am Ausgangspunkt erfährt man auf einer Informationstafel, wann die gemütliche Waldfreundehütte in der Nähe des höchsten Punktes geöffnet hat. Zu den weiteren Vorzügen des Berges gehört die Blumenwelt, vom Frühjahr bis in den Herbst erfreut man sich an prachtvollen Alpenpflanzen.

    Die Route weist keine Schwierigkeiten auf, ist aber zum Teil steil und daher anstrengend.

    Die Route: Nahe der hübschen Kirche von Schwarzau im Gebirge trifft man auf die rote Markierung, die über eine Wiese in den Wald führt. In Serpentinen geht es auf einen Rücken, dem man im Wesentlichen weiter folgt.

    Schließlich erreicht man die Gipfelwiese und die Schutzhütte. Gehzeit 2 1/2 Stunden. Zurück geht es ein Stück auf der Anstiegsroute bis knapp vor den Waldrand, dort findet man den ersten Wegweiser, der nach rechts zur romantischen Obersbergalm zeigt. Nach der freien Fläche geht es relativ steil bergab, dann passiert man einige Gehöfte und wandert auf einem Güterweg ins Preintal und zurück nach Schwarzau im Gebirge. Gehzeit ab Gipfel 2 1/4 Stunden.

    Von Bernd Orfer

    Gesamtgehzeit 4 3/4 Stunden, Höhen-
    differenz 850 m. Waldfreundehütte von Mitte Mai bis Ende Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen bewirtschaftet.
    Bundesamtskarte 1:25.000 oder 1:50.000, Blatt 74 (Hohenberg); Freytag & Berndt
    Atlas Wiener Hausberge.
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