Wachstum reicht nicht

3. August 2001, 18:52
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Wifo: Beschäftigungszuwachs ist zu gering

Wien - Die markante internationale Konjunkturabschwächung erfasst immer stärker auch die österreichische Exportindustrie: Für das 3. Quartal 2001 zeigen Umfragen des Wifo einen anhaltenden Abwärtstrend in der Beurteilung der Geschäftslage und der Produktionserwartungen durch die Unternehmen. Das Wachstum der Beschäftigung hat sich unterdessen merklich verlangsamt. Es reiche nicht mehr aus, um einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern, schreibt das Wifo in seinem neusten Monatsbericht (August 2001).

Das Wachstum der Beschäftigung habe sich in der heimischen Gesamtwirtschaft seit Mitte 2000 zuletzt auf plus 0,5 Prozent merklich abgeschwächt. Dies sei zu wenig, um einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern - seit Mai weise der Trend in der Veränderung der Arbeitslosenzahl wieder aufwärts.

Weiterhin relativ hoch sei der Preisauftrieb auf Verbraucherebene, dennoch steige trotz rückläufiger Nettorealeinkommen je Arbeitnehmer die Nachfrage im Einzelhandel.

Der Wifo-Konjunkturtest für das laufende Drittquartal zeigt eine weitere Eintrübung des Geschäftsklimas in der Sachgütererzeugung, das Wifo sieht sich damit in den Prognosen vom Juni bestätigt. Der Saldo aus optimistischen/pessimistischen Meldungen zur Produktionserwartung betrug zuletzt nur noch plus 2,5 Prozentpunkte (gegenüber plus 16 Prozentpunkten zum letzten Konjunkturhöhepunkt im 2. Quartal 2000). (red, DER STANDARD, Printausgabe 4.8.2001)

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