Prinz Charles wieder im Sattel

4. August 2001, 12:59
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Der unglücklich agierende Polo-Spieler gab sich zum 101. Geburtstag seiner Omi nun doch die Ehre

London - Prinz Charles kam nun doch zum 101. Geburtstag seiner Großmutter. Nach einer Nacht unter ärztlicher Obhut verließ der britische Thronfolger am Samstagmorgen lächelnd das Krankenhaus in Cheltenham, wie Fernsehbilder zeigten.

Der 52-jährige Sohn von Königin Elizabeth II. war am Freitag beim Polo-Spiel vom Pferd gefallen. "Er war einen Moment bewusstlos, hat sich aber nichts gebrochen", hatte seine Sprecherin schon kurz nach dem Sturz erklärt. Prinz Charles hatte zusammen mit seinen Söhnen William und Harry an einem Wohltätigkeitsspiel teilgenommen.

"Queen Mum" begeistert gefeiert

Die britische Königinmutter ("Queen Mum") ist am Samstag zu ihrem 101. Geburtstag begeistert gefeiert worden. Tausende hatten sich rund um ihren Wohnsitz Clarence House herum eingefunden, um die Mutter von Königin Elizabeth II. (75) zu bejubeln. Nur zwei Tage nach einem Krankenhausaufenthalt wegen Anämie (Blutarmut) zeigte sich "Queen Mum" lächelnd, gut gelaunt und allem Anschein nach gesund der Öffentlichkeit.

Während des Vorbeimarsches einer Gardeeinheit und während der Entgegennahme von Geschenken durch Kinder schien sie zwei Mal kurz den Halt zu verlieren. Sie verschmähte jedoch auch in diesem Jahr einen bereitgestellten Sessel und blieb während der Glückwünsche stehen, zu denen Dutzende von Kindern vorgelassen wurden.

Steinwurf vom Buckingham-Palast entfernt

Die Königinmutter, die von 1936 bis zum Tod ihres Mannes Georg VI im Jahr 1952 selbst Königin war, trat in einem hellblauen Kleid vor die Tore von Clarence House, einen Steinwurf vom Buckingham-Palast entfernt. Dort hatten sich die Schaulustigen versammelt, deren eifrigste bereits seit Donnerstagabend vor den Absperrungen campierten, um den besten Blick auf "Queen Mum" zu haben.

Die Jubilarin fuhr dann in einem Golfwagen, der in den blau- goldenen Farben ihres Reitstalls lackiert war, an der wartenden Menge vorbei, um Glückwünsche entgegen zu nehmen und Hände zu schütteln. Sie war erst am Donnerstag aus dem Krankenhaus entlassen worden, wo sie wegen Blutarmut unter anderem eine Bluttransfusion erhalten hatte. (APA)

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