General Partners-Vorstand verhaftet

3. August 2001, 19:49
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Anleger sollen um "mehrere hundert Millionen" geschädigt worden sein

Wien/Klagenfurt - Neuer Höhepunkt im Kriminalfall rund um die General-Partners-Gruppe, die aus der WMP-Bank und der Residenz Real hervorgegangen ist: Die Kriminalpolizei hat in Klagenfurt vier Personen - darunter den "Kopf" der Gruppe, Wolfgang Kössner - festgenommen. Dies berichtet die "Presse". Als Gründe nannte Kripo-Chef Walter Fischer gegenüber der "Presse" Flucht- und Verdunkelungsgefahr.

Neben Kössner sei dem Vernehmen nach auch dessen Bruder Martin, Ex -Vorstandsmitglied der unter Geschäftsaufsicht stehenden General Commerce festgenommen worden. Bei den zwei anderen Vertrauten soll es sich laut "Presse" um Mitarbeiter Kössners handeln.

Vorerhebungen eingeleitet

Wie in den Medien berichtet wurden vor drei Wochen in Klagenfurt Vorerhebungen eingeleitet, nachdem in einer Anzeige der Hypo-Alpe- Adria Bank an die Staatsanwaltschaft schwere Vorwürfe erhoben worden waren. Kössner soll über ein verschachteltes Firmennetz, zu der auch die börsenotierte General Partners Immobilienbesitz AG zählen soll, Vermögensdelikte begangen haben, durch die Anleger und Geldgeber um "mehrere hundert Millionen Schilling" geschädigt worden seien. Dabei soll den Kapitalgebern eine falsche Vermögenslage vorgespiegelt worden sein, um die anvertrauten Gelder für eigene Zwecke zu verwenden, hieß es in der in Medien kolportierten Sachverhaltsdarstellung der Hypo, die selbst um mehr als 100 Mill. S umgefallen sein soll. (APA)

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