US-Entertainmentkette GameWorks startet in Wien

3. August 2001, 19:36
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Neue Strategie soll Frauen stärker ansprechen

Wien - Die amerikanische Entertainment-Kette GameWorks eröffnet im Oktober auf der Wiener Mariahilfer Straße ihren ersten Standort in Europa. Weltweit gibt es 15 Geschäfte - 13 davon in den USA, einen in Brasilien, einen auf der Pazifikinsel Guam. Franchisenehmer ist der Kärntner Unternehmer und Vorstand des Villacher High-Tech-Unternehmens SEZ, Egon Putzi, der in der ehemaligen Marks & Spencer-Fililale rund 100 Mill. S (7,27 Mill. Euro) investieren will, berichtet das Nachrichtenmagazin "Format" in seiner am kommenden Montag erscheinenden Ausgabe. Die Franchiselizenz soll weitere 10 Mill. S gekostet haben.

Eine Million Besucher pro Jahr erwartet

Geplant sei, auf den 2.700 m2 eine Reihe von interaktiven Spielen, ein Restaurant, zwei Bars und ein Cafe unterzubringen. Weitere Standorte in Villach, Linz, Graz, Salzburg sowie ein weiterer in Wien sollen folgen. GameWorks-Geschäftsführer Gerhard Fandl rechnet laut dem Bericht mit einer starken Nachfrage und einer Million Besucher im Jahr. Gegründet wurde GameWorks vor vier Jahren von Steven Spielbergs DreamWorks Studios, den damaligen Universal Studios und dem japanischen Videospielriesen Sega. DreamWorks hat sich heuer aus der Partnerschaft verabschiedet, nachdem die Expansion stockte.

Neue Strategie für weibliche Kunden

GameWorks-Chef Ron Bension, früher Leiter der Gamepark-Sparte bei Universal, hat der Entertainmentkette in den USA nun eine neue Strategie verordnet. Zu den Computerspielen sollen traditionelle Aktivitäten wie Bowling oder Billard kommen, an einigen Standorten werden sogar Kinocenter geplant. Darüber hinaus sollen mit einer speziellen Kampagne Frauen stärker angesprochen werden, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die GameWorks-Standorte bisher vor allem von männlichen Jugendlichen im Alter von um die 17 Jahre frequentiert wurden. Durch die Neuorientierung soll bereits der Umsatz mit Speisen und Getränken, auf den 40 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen, um 15 Prozent gestiegen sein. Die Gesamtumsätze lagen laut Unternehmensangaben um 10 Prozent über dem Vorjahr. (APA)

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