"Schlimmer dürfte es jetzt nicht mehr kommen"

4. August 2001, 16:04
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Im polnischen Hochwassergebiet beruhigt sich die Lage

Warschau - In der nordpolnischen Region Pommern ist die Hochwassersituation trotz hoher Pegelstände am Samstagvormittag stabil geblieben. "Schlimmer dürfte es jetzt nicht mehr kommen", sagte Jan Zielinski, Sprecher des Krisenstabs, im polnischen Rundfunk.

Die Lage könnte sich nur durch Regen verschärfen. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass die Wälle bei einer langen Dauer des Hochwassers auch dort nachgeben oder durchlässig werden. Die Flutwelle hat derzeit eine Länge von 300 Kilometern, hieß es.

Einsatz

In der Nacht waren erneut mehr als 5.000 Einsatzkräfte in den Hochwassergebieten in Alarmbereitschaft. Die Stufe für den Hochwasseralarm war unter anderem in Danzig (Gdansk), Thorn (Torun), Chelmno (Kulmhof) und Wloclawek in Nordpolen überschritten, meldete die polnische Rundfunknachrichtenagentur IAR. Bei Thorn wurde ein Freilichtmuseum überflutet. Insgesamt aber war die Lage weiter stabil, es entstand nur geringer Sachschaden.

In Oberschlesien gab es in der Nacht einen schweren Gewittersturm, der aber keine größeren Schäden anrichtete und den Angaben zufolge keinen Einfluss auf die Hochwassersituation an der Oder haben wird. Auch aus Südost- und Ostpolen berichteten die Krisenstäbe von voranschreitender Normalisierung.

In der südostpolnischen Region Postkarpatien standen nur noch fünf Ortschaften unter Wasser. Experten aus Dänemark halfen im besonders zerstörten Gorzyce beim Abpumpen des Wassers. In Ostpolen, wo die Helfer in den vergangenen Tagen an den völlig durchweichten Deichen um die Rettung Dutzender bedrohter Dörfer gekämpft hatten, kehrten die ersten Einwohner in die Überschwemmungsgebiete zurück. (APA/dpa)

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