Bergrettung: Mehr als 7.000 Bergungen pro Jahr

3. August 2001, 15:38
posten

Helfer seit über 100 Jahren

Wien - Der Österreichische Bergrettungsdienst verfügt über mehr als 10.000 Mitglieder in fast 300 Ortsstellen verteilt. Jährlich werden durchschnittlich 7.000 Bergungen durchgeführt. Modernste Elektronik, Hubschrauber, Lawinen- und Suchhunde und vor allem das Know-how der Helfer bewahren jedes Jahr viele Hobbybergsteiger bei Unfällen vor dem sicheren Tod. Seit 1945 führte die Bergrettung mehr als 250.000 Bergungen in Österreich durch.

Nach der Gründung der ersten Alpenvereine - der Oesterreichische Alpenverein wurde 1862 aus der Taufe gehoben - sollten dann bald die Rettungsdienste folgen. Am 22. Mai 1896 konnte der Österreichische Alpenclub einen Abschlußbericht über die Gründung eines "Alpinen Rettungscomitees" bekanntgegeben. Zahlreiche ähnliche Einrichtungen folgten. 1906 waren bereits 173 Rettungsstellen in den Ostalpen tätig. Bis 1945 dürften es an die 100.000 Personen gewesen sein, die von Rettungsmännern geborgen wurden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel der Startschuß für den Österreichischen Bergrettungsdienst (ÖBRD) in der ersten Länderkonferenz im Jahre 1946. Wenig später wurde der Bundesverband des ÖBRD ins Leben gerufen. Mit Stahlseilgerät, Gebirgstrage, Abseilsitz und Bootsschlitten wurden die Verunglückten ins Tal gebracht. Bis 1955 wurden mehr als 20.000 Menschen geborgen, davon mehr als 19.000 Verletzte und 835 Tote.

Der Staatsvertrag im Jahre 1955 ermöglichte den Rettern einen wichtigen Schritt vorwärts. Flächenflugzeuge durften damit eingesetzt werden, die Männer konnten damit rascher zu Verunglückten, etwa nach Lawinenabgängen, gebracht werden. Die eigentliche Geburtsstunde der österreichischen Flugrettung war im März 1956, als eine verletzte Skiläuferin im Tiroler Kühtai geborgen wurde.

1961 wurden die ersten Hubschrauberflüge mit Lawinenhunden erfolgreich absolviert. Innenministerium und Bundesheer stellten Maschinen bereit, 1983 folgte der erste private Notarzthubschrauber getragen von ÖAMTC, Rotem Kreuz, Bergrettungsdienst und Tyrolean Air Ambulance, der "Christophorus 1". (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.