Die 5 häufigsten Fehler beim Bergwandern

3. August 2001, 17:09
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Wien - Bergwandern zählt neben Radfahren, Schwimmen und Skilaufen zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten in Österreich. Bei jedem zweiten Alpintoten wird Herz-Kreislaufversagen diagnostiziert, das durch die Anstrengung verursacht wird und meist völlig überraschend eintritt. Todesstürze durch Ausrutschen stehen entgegen der verbreiteten Meinung erst an zweiter Stelle.

"Eine Bergwanderung ist kein Spaziergang im Stadtpark, selbst wenn dieser Eindruck bei wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein leicht entstehen kann. Bei Erschöpfung oder Verletzung gibt es kein Taxi oder Rettungsauto, das in drei Minuten zur Stelle ist, und nur in den seltensten Fällen ein Gasthaus, in dem man sich erholen beziehungsweise aufwärmen kann", betont Rupert Kisser, Leiter des Institutes "Sicher Leben". "Wer in die Berge geht, der muss mit kritischen Situationen rechnen und sich darauf vorbereiten. Die Missachtung von einfachen Sicherheitsregeln kann tödlich sein."

Die 5 gefährlichsten Fehler beim Bergwandern

- Ohne entsprechende Ausrüstung in die Berge gehen: Vor allem unzureichendes, rutschendes Schuhwerk kann zu Fußverletzungen und Ausrutschen führen. Unverzichtbar im Rucksack: Regenschutz, Pullover und Taschenlampe; ein Handy kann im Notfall Leben retten.

- Tourenplanung vernachlässigen: Die Folgen einer schlechten Planung und damit oft verbundenen "überlangen" Touren sind Übermüdung und somit unkonzentriertes Wandern, das in weiterer Folge Verletzungen begünstigt.

- Untrainiert auf Tour: Viele Bergwanderer überschätzen ihre Kondition und muten sich zuviel zu. Herz- und Kreislaufprobleme sind quasi vorprogrammiert, der Organismus ist geschwächt und anfälliger für "Ausrutscher". Deshalb: Machen Sie sich fit für die Berge bzw. beginnen Sie mit einfacheren, kurzen Touren!

- Wetterprognosen auf die leichte Schulter nehmen: Gewitter können in den Bergen zur ernsten Bedrohung werden, die Gefahr des Orientierungsverlusts steigt, die Panik des unerfahrenen Wanderers meistens auch. Den sogenannten Wettersturz gibt es durch die relativ genauen Wettervorhersagen in den Medien nur mehr in Ausnahmefällen!

- Auf´s Trinken, Essen und Pausieren vergessen: Wer ist als Erster am Berg? Derart ehrgeizige Kindereien sollten Sie spätestens ab 1.000 Höhenmetern vergessen, denn Müdigkeit und Konzentrationsprobleme beeinträchtigen die Trittfestigkeit und schwächen das Herz-Kreislaufsystem. (APA)

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