19-Jähriger Deutscher nach Göteborger Krawallen erneut vor Gericht

3. August 2001, 14:14
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Schon Mitte Juli zu sechs Monaten Haft und fünfjährigem Einreiseverbot verurteilt

Göteborg - Ein 19-Jähriger aus Bad Münstereifel im nordrhein-westfälischen Kreis Euskirchen steht seit Freitag zum zweitenmal nach den Krawallen beim Göteborger EU-Gipfel vor Gericht. Der Abiturient war Mitte Juli als erster Angeklagter überhaupt zu sechs Monaten Haft und einem fünfjährigen Einreiseverbot verurteilt worden.

Die Staatsanwaltschaft legte kurz nach Abschluss des ersten Verfahrens neues Belastungsmaterial in Form von Videoaufnahmen vor. Danach werden dem Deutschen jetzt mehrere Pflastersteinwürfe, Barrikadenbau mit Hilfe eines Fahrrads sowie die Anstiftung anderer zu Gewalttaten zu Last gelegt.

Am Donnerstag war ein 20-jähriger Zivildienstleistender aus Berlin zu 14 Monaten Haft sowie Ausweisung aus Schweden verurteilt worden. Als dritter Deutscher unter 19 bisher Verurteilten erhielt ein 24- jähriger Mann aus Berlin 15 Monate Haft sowie zehn Jahre Einreiseverbot in Schweden.

Insgesamt werden mehr als 100 Verfahren nach den Ausschreitungen von Mitte Juni erwartet, bei denen 77 Personen zum Teil schwer verletzt worden waren. (APA/dpa)

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