Wiener Hunde bleiben "Gesetzlose"

3. August 2001, 13:21
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Haltergesetz verzögert sich um mehr als ein Jahr

Wien - Die Wiener Vierbeiner bleiben weiterhin "gesetzlos", das geplante Wiener Hundegesetz bleibt vorerst an der kurzen Leine der EU:

Das für den Herbst angekündigte neue Wiener Haltergesetz wird dieses Jahr nicht kommen. Schuld sind laut einem Bericht des ORF-"Radio Wien" die Richtlinien der Union. Derartige Gesetze müssen nämlich von Brüssel begutachtet werden - und das kann dauern. Der von SP-Umweltstadträtin Isabella Kossina geplante Chip im Ohr des Hundes wird damit wohl erst Ende nächsten Jahres verpflichtend sein.

Die Rechtsabteilung der Umweltstadträtin rechnet damit, dass die EU etwa bis Ende dieses Jahres für die Begutachtung benötigen wird. Darüber hinaus gibt es ein Stillhalteabkommen am Veterinärsektor zwischen den EU-Mitgliedsländern, weil eine neue Richtlinie auf diesem Gebiet kommen wird, so der Leiter der Rechtsabteilung. Neue Gesetze dürften demnach erst ein Jahr nach Einreichung in Kraft treten. Und das wäre dann erst im Herbst nächsten Jahres.

Hundechip Weltweit gibt es nur einen Hersteller jener Chips, wie sie bei den Hunden verwendet werden sollen. In diesem ist ein einmaliger 30stelliger Code gespeichert. Die Verwaltung der Daten dürfte die Bundeskammer der Tierärzte übernehmen. Der Chip soll in erster Linie dem Tierschutz gelten, man erwartet sich dadurch weniger ausgesetzte Tiere.

Das neue Gesetz wird auch Stachelhalsbänder und Elektroschockhalsbänder verbieten, Abrichteplätze sollen bewilligungspflichtig werden. Verboten wird auch die Züchtung aggressiver Hunde. Es wird aber kein Pauschalverbot für Rassen geben. Verwirklicht werden soll ein Verbot von bestimmten aggressiven Linien innerhalb der Rassen - eine Theorie, die von Wissenschaftern unterstützt wird. (APA)

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