Steiermark: Am meisten Zeckenerkrankungen

5. August 2001, 16:46
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Im vergangenen Jahr gab es in Österreich insgesamt 60 Erkrankungen

Wien - Als äußerst aktiv erweisen sich in diesem Jahr die "rot-weiß-roten" Zecken, wenn man von der Zahl der bisherigen FSME-Erkrankungen ausgeht. Laut dem Institut für Virologie der Universität Wien sind 41 Fälle aufgetreten, wobei die Steiermark mit 14 die meisten Erkrankungen aufweist. Während Wien und Vorarlberg zunächst verschont blieben, wurden aus Tirol acht, aus Oberösterreich sieben, aus Salzburg fünf, aus Niederösterreich vier, aus Kärnten zwei und aus dem Burgenland ein FSME-Fall gemeldet.

Im vergangenen Jahr gab es in Österreich insgesamt 60 Erkrankungen. Eine über 70-jährige Salzburgerin, die sich damals im Raum Bad Vöslau (Niederösterreich) infiziert hatte, erlag gar der gefürchteten "Zeckenkrankheit". Die Fachleute raten intensiv zur prophylaktischen Impfung. "Wer ein Hirn hat, soll es schützen", betont immer wieder der Doyen der österreichischen Virologen, Univ.-Prof. Dr. Christian Kunz.

In den vergangenen Jahren wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass besonders unter älteren Menschen vergleichsweise noch viele nicht gegen FSME immunisiert sind. Allerdings wurden im Jahr 2000 auch fünf FSME-Erkrankungen unter Kindern registriert. Bei zwei von ihnen kam es zu schweren Gehirnhaut- und Gehirnentzündungen. Eines der Kinder war vorübergehend an Armen und Beinen gelähmt. (APA)

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