Greenpeace ortet Skandal bei der Entsorgung von alten Kühlschränken

3. August 2001, 12:47
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Elektrohandelskette weist Vorwürfe entschieden zurück

Wien - Rund um die Entsorgung alter Kühlschränke ortet Greenpeace einen "Skandal": "Cosmos" - und möglicherweise auch andere Händler - würden ausrangierte Geräte zurücknehmen, 350 Schilling Entsorgungsgebühr kassieren und diese dann in einem unversperrten Container auf dem Kundenparkplatz lagern. Von dort würden sie dann entnommen und nach Osteuropa geschafft. "Cosmos"-Co-Vorstand Manfred Warmuth wies diese Vorwürfe entschieden zurück.

Keine Ahnung hat die Umweltorganisation, wohin die Kühlgeräte genau gebracht werden und was mit ihnen dort geschieht. Jedoch würden bei einer einzigen Filiale in Niederösterreich mehrere Tausend alte Geräte pro Jahr kostengünstig und illegal "entsorgt".

Anzeige wegen Verdacht auf Verstoß gegen das Abfallwirtschaftsgesetz

"In Ländern wie Bulgarien oder Rumänien gibt es kaum eine ordnungsgemäße Entsorgung. Daher haben wir Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Beeinträchtigung der Umwelt und bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft wegen Verdacht auf Verstoß gegen das Abfallwirtschaftsgesetz erstattet", so Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster.

"Cosmos" wies diese Behauptungen umgehend als Tatsachen widrig zurück: Man würde jährlich Tausende alte Kühlgeräte zurück nehmen und diese gemeinsam mit dazu berechtigten heimischen Partnerfirmen einer Entsorgung zuführen. Die Altgeräte würden zunächst auf dem Gelände der jeweiligen Filiale in Containern zwischengelagert und danach in regelmäßigen Abständen abgeholt.

Man leiste seinen Beitrag, indem die zur Entsorgung vorgesehenen Kühlgeräte in dazu vorgesehenen, getrennten Containern aufbewahrt würden. "Keinesfalls gibt es Interesse oder, wie von Greenpeace behauptet, sogar schon Praktiken, alte Kühlgeräte zur Entsorgung aus Österreich verbringen zu lassen", sagte der "Cosmos"-Co-Vorstand. (APA)

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