Bartenbach Lichtsysteme vor Ausgleich

3. August 2001, 12:38
posten

Verbindlichkeiten von 16 Millionen Schilling

Innsbruck - Das auf die Entwicklung und Fertigung von Kunstlichtsystemen spezialisierte Innsbrucker Unternehmen Bartenbach Lichtsysteme GmbH ist in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Am Montag will Geschäftsführer Adrian Erismann beim Landesgericht Innsbruck den Ausgleich beantragen. Die Ursache der Schieflage sieht Erismann in zu hohen Produktionskosten, sowie "einer nicht an den Markt angepaßten Unternehmensstrategie". Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 16 Mill. S (1,16 Mill. Euro). Den rund 200 Gläubigern wird eine 40-prozentige Ausgleichsquote angeboten.

Das Sanierungskonzept

Erismann will die Sanierung mit einer Verringerung der Fertigungstiefe bewerkstelligen. Darüber hinaus sollen Stützpunkte aufgegeben und neue Handelsprodukte für den Vertrieb aufgenommen werden. Vom Ausgleich betroffen sind auch 25 der 53 Mitarbeiter. Sie wurden per 31. August beim Arbeitsmarktservice (AMS) vorsorglich zur Kündigung angemeldet. Der Mitarbeiterabbau betreffe am stärksten den Produktionsbereich.

Bereits der zweite Ausgleich

Die Bartenbach Lichtsysteme, nicht zu verwechseln mit dem Ingenieurbüro Bartenbach LichtLabor in Aldrans, hatten bereits 1995 einen Ausgleich durchgestanden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 belief sich der Umsatz auf 58 Mill. S, rund 20 Mill. S davon entfallen auf den österreichischen Markt. Das 1923 gegründete Unternehmen Bartenbach Lichtsysteme GmbH befindet sich zu 51 Prozent im Besitz der schweizerischen Huco AG, 25 Prozent hält Christian Bartenbach junior und 24 Prozent der ehemalige Lichtsysteme-Geschäftsführer Michael Flörl. Flörl wurde erst Ende März dieses Jahres von Adrian Erismann abgelöst. (APA)

Share if you care.