Laseroperationen am Auge: Was möglich ist und was nicht

3. August 2001, 12:23
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Nicht jeder ist geeignet

Düsseldorf - Mittlerweile lassen viele Menschen ihre Fehlsichtigkeit mit einer Laseroperation korrigieren - Tendenz steigen. Aber nicht jeder Patient ist für einen solchen Eingriff geeignet, betont der Berufsverband der Augenärzte in Düsseldorf.

So sei die Behandlung der Altersfehlsichtigkeit bisher noch nicht per Laser möglich. Das gleiche gelte für junge Menschen, deren Augen noch nicht ausgewachsen seien. Vor der Operation müsse zudem sichergestellt sein, dass der Tränenfilm des Patienten nicht krankhaft verändert sei. Schließlich könnten schwere rheumatische Erkrankungen die Heilung nach einer Operation verzögern. Dagegen kann dem Verband zufolge inzwischen nicht mehr nur die Kurz-, sondern auch die Weitsichtigkeit per Laser korrigiert werden.

Die Operation selbst dauert nach Angaben der Mediziner nur wenige Minuten. Zunächst erhalte der Patient ein Schmerz- und Beruhigungsmittel. Das Auge werde zudem mit Tropfen betäubt. Dann schneide ein kleines Messer die Hornhaut ein, die dann vom Laserstrahl so bearbeitet werde, dass im Idealfall keine Fehlsichtigkeit mehr verbleibe.

Anschließend lege der Arzt einen durchsichtigen Verband an, den der Patient am nächsten Morgen selbst wieder entfernen könne, erklärten die Ärzte. Bereits am Tag nach der Operation sei oftmals schon normale Sehschärfe erreicht. In den folgenden Monaten könne sich dies noch leicht durch die Heilungsprozesse im Auge verändern. Generell sollten die Patienten sich in den ersten beiden Wochen nach dem Eingriff schonen, nicht schminken, nicht schwimmen gehen und auf keinen Fall am Auge reiben. (APA/AP)

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